Die Krise im Iran trifft nicht nur den Ölhandel – sondern auch die Landwirtschaft. Millionen Tonnen Dünger fehlen durch die unsichere Lage an der Straße von Hormus auf dem Weltmarkt. Ausgerechnet Russland will nun einspringen. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge bietet der zweitgrößte Düngerproduzent der Welt an, die entstandene Lücke zu schließen.
Brisant ist das vor allem für Deutschland: Noch vor wenigen Monaten importierte die Bundesrepublik große Mengen russischen Düngers – die Berliner Zeitung berichtete. Seit Juli 2025 gelten jedoch EU-Zölle auf Düngemittelimporte aus Russland – auch, um Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht indirekt zu finanzieren. Die EU erklärte im vergangenen Herbst allerdings, die Zölle könnten im Falle eines zu starken Preisanstiegs verschoben werden. Damit stellt sich eine heikle Frage: Könnte Deutschland angesichts der Iran-Krise wieder auf russischen Billig-Dünger setzen?

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