Der 1. FC Union Berlin hat es nahezu geschafft. Der Klassenerhalt in der Bundesliga steht so gut wie fest. Und zu verdanken haben es die Eisernen ausgerechnet Urs Fischer. Dem Trainer, der Union einst in der 2. Bundesliga übernommen und den Verein dann bis in die Champions League geführt hatte.
Nun ist er wieder der Held: Weil Fischer als Trainer mit dem FSV Mainz 05 gegen den FC St. Pauli am Sonntag 2:1 gewonnen hat, bleibt Union sicher vor den Hamburgern. Nur noch der VfL Wolfsburg könnte Union bei drei Siegen aus den letzten drei Spielen noch mit einem Punkt überholen.
Fischer schafft, was Baumgart und Eta nicht vermochten
Dem Ex-Unioner Fischer gelang somit wohl, was Steffen Baumgart nicht mehr zugetraut wurde und was Marie-Louise Eta aus eigener Kraft als Trainerin auch noch nicht vollbrachte: Er hält womöglich für Union die Klasse.
Nach dem ersten Punktgewinn unter Eta beim 2:2 (0:1) gegen den 1. FC Köln am vergangenen Sonnabend war der Vorsprung gegenüber St. Pauli auf dem Relegationsplatz auf sieben Punkte gewachsen. Das hieß: Die Hamburger hätten in den verbleibenden drei Spielen nicht mehr verlieren dürfen, sonst kämen sie an Union nicht mehr vorbei. Urs Fischers Mainzer besorgten diese eine entscheidende Niederlage am Sonntag dank Toren von Phillip Tietz und Phillipp Mwene.
Unioner wollten „nicht auf andere schauen“
Die Union-Spieler werden es ihnen danken. Vielleicht saßen sie sogar gemeinsam auf der Couch, um das Spiel zu verfolgen. Wobei: „Ich schaue nicht auf andere“, sagte Livan Burcu nach seinem Treffer gegen Köln. Auch Torwart Carl Claus gab an: „Das Credo bleibt, dass wir es aus eigener Kraft schaffen wollen und können. Sollte es davor schon anders klappen, nehmen wir es natürlich gerne mit, aber wir machen jetzt kein Public Viewing“.
Ganz so verhalten dürfte die Stimmung einen Tag später nicht mehr sein. Urs Fischer darf sich wohl der ein oder anderen Nachricht seiner ehemaligen Kollegen sicher sein.


