Bundesliga

Umstrittenes Köln-Tor gegen Union: „klare Fehlentscheidung“ – Die Stimmen zum Spiel

Union konnte den ersten Punkt unter Marie-Louise Eta gegen den 1. FC Köln holen. Eine Schiedsrichterentscheidung sorgt aber nach dem Spiel für Ärger.

Auch Marie Louise Eta war nicht glücklich damit, wie der Führungstreffer des 1. FC Köln zustande kam.
Auch Marie Louise Eta war nicht glücklich damit, wie der Führungstreffer des 1. FC Köln zustande kam.IMAGO/nordphoto GmbH / Engler

Der 1. FC Union Berlin holt beim 2:2 (0:1) gegen den 1. FC Köln den ersten Punkt, seit Marie-Louise Eta den Posten als Cheftrainerin von Steffen Baumgart übernommen hat. Dabei sorgt besonders ein Moment nach dem Spiel für Gesprächsstoff: Das 1:0 für den Effzeh. Marius Bülter hat dabei wunderschön ins Uniontor geschossen, Said El Mala hatte jedoch vorher klar im Abseits gestanden, ohne aber den Ball zu spielen. Die Frage war: Aktives oder passives Abseits? Der Linienrichter hob die Fahne, Schiedsrichter Daniel Schlager ließ jedoch weiterspielen und ließ den Treffer gelten. Zufrieden waren die Eisernen damit nicht. Horst Heldt regte sich schon im Fernsehen bei Sky auf: „Das war ein Abseits beim 0:1. Der Linienrichter hatte die Fahne gehoben. Der Kölner Spieler geht in Richtung Ball und damit beeinflusst er das Spiel. Das kann ich nicht nachvollziehen.“ Livan Burcu sah es ähnlich: Die Stimmen zum Spiel:

Livan Burcu: Wir sind in den ersten 20 Minuten gut ins Spiel reingekommen. Über das 1:0 muss man nicht viel sagen. Für mich eine klare Fehlentscheidung. Wir gehen aktiv zum Ball. Die Fahne wird gehoben. Und danach kommt der Ball ins Zentrum und dann noch so ein Sonntagsschuss. Das war sehr bitter für uns. Dann steht es 0:2 und da sieht man einfach die Moral der Mannschaft. Sehr stark, wie wir zurückgekommen sind, um das 2:2 zu machen. Ich bin stolz auf die Truppe.

Carl Klaus: Dass wir wieder 0:2 zu Hause hinten liegen, ist nicht gut. Das ist der eine Teil der Wahrheit. Der andere Teil ist, dass wir es dann überragend machen. Zusammenstehen mit den Fans. Das muss man ganz stark betonen. Es gibt, glaube ich, wenige Stadien, in denen in der Situation beim 0:2 nicht gepfiffen wird. Deswegen will ich das ganz klar herausstreichen, dass die Alte Försterei heute einen Riesenanteil daran hatte, dass wir hier zurückkommen konnten. Leider konnten wir nicht gewinnen, aber immerhin einen wichtigen Punkt holen, wenn man die Tabelle anschaut.

Marie-Louise Eta (auf der Pressekonferenz) zum 0:1: Ich habe es jetzt nicht nochmal gesehen, aber der Seitenassistent hebt die Fahne und dementsprechend reagieren die Spieler natürlich darauf. Ein anderer Spieler von Köln, der dann durchläuft, sorgt für Chaos. Klar, wir müssen weiterspielen, wenn der Pfiff des Schiedsrichters nicht kommt. Aber ich verstehe, dass die Jungs dann darauf reagieren. Der Schiedsrichter hat auch gesagt, dass die Fahne da nicht gehoben werden darf. Aber laut der Regel kann man das dann eben auch nicht zurücknehmen.

Zum Spiel: Wir können heute glücklich sein, nach dem 2:0 noch zurück zu kommen. Wir hätten aus meiner Sicht auch 1:0 in Führung gehen können. Das passiert aber nicht und dann bekommst du das 0:1. Aber die Jungs haben gelebt, auch in der Halbzeitpause haben wir darüber gesprochen, dass wir jetzt dranbleiben, dass wir die zweite Halbzeit für uns entscheiden wollen. Dann kommt das 0:2, wonach wir ein bisschen Zeit brauchen, um auch das zu verdauen. Da haben wir nochmal versucht, mit Wechseln und Umstellungen frische Impulse zu bringen. Standards sind eine Riesenstärke der Mannschaft und die bringt uns dann zurück. Dann kommt das Stadion nochmal zurück und setzt viel Energie frei. Der Glaube war einfach immer da. Schön, dass sich die Mannschaft mit einer tollen Aktion auch belohnt hat und am Ende hier auch verdiente Punkte mitnimmt.

René Wagner (auf der Pressekonferenz): Wir gehen 2:0 in Führung. Die erste Halbzeit war richtig gut für uns. Wir mussten dagegenhalten, wir mussten uns in jeden zweiten Ball schmeißen. Wir waren immer wieder dabei und haben es in den Phasen dann auch gut geschafft, mit dem Ball einfach ein bisschen Kontrolle über das Spiel zu bekommen. Wir gehen mit dem 1:0 in die Halbzeit, kommen dann raus und schaffen es auch, in den Phasen mit dem Ball ein paar Akzente zu setzen, und kommen mit dem 2:0 gut aus der Pause. Unions Standards sind immer schwer zu verteidigen, trotzdem haben wir bis zum 2:1 jeden Standard sehr gut wegverteidigt. Da passt es dann einmal leider nicht. Und dann kommt das Traumtor zum 2:2 und wir sind am Ende zufrieden mit dem Punkt.