Blöd gelaufen. So könnte das Resümee über die bisherige Saison in der Zweiten Bundesliga ausfallen, hält man es mit Hertha BSC oder Fortuna Düsseldorf. Verantwortliche beider Vereine hatten vor der Saison so offen davon gesprochen, aufsteigen zu wollen, wie sonst niemand in Liga zwei. Das Duell der beiden Traditionsklubs am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) in Düsseldorf hätte zum Aufstiegskracher werden sollen. Doch am 27. Spieltag, an dem die Spielzeit beginnt, sich ihrem Ende zuzuneigen, sind die Aufstiegsplätze für beide Teams außer Sichtweite geraten.
Leitl: „Der Aufstieg ist erst mal weg“
Na gut. Wenn sie ganz fest die Augen zusammenkneifen, können Herthaner vielleicht noch auf ein Fünkchen Hoffnung in der Ferne schielen. Wenn ihre Elf vergangene Woche nur die 1:0-Führung gegen den VfL Bochum über die Zeit gebracht hätte, ja, dann wäre immerhin der Ausblick auf den Relegationsplatz etwas klarer geworden. Hat sie aber nicht.
Statt fünf sind es nun sieben Punkte, die auf den SV Elversberg fehlen, der auf dem dritten Platz steht. „Der Aufstieg ist erst mal weg“, sagte Trainer Stefan Leitl auf der Pressekonferenz zum Spiel am Freitag, dem 20. März. Für Hertha gehe es nur noch um eine möglichst gute Tabellenplatzierung, die dem Verein ihrer Höhe entsprechende Gelder einspielen soll. Mit einem Auge dürfte er dennoch beobachten, wie sich die Topteams der Liga in ihrer Endphase schlagen.
Die Sicht der Düsseldorfer auf die oberen Ränge der Tabelle ist dagegen bereits gänzlich vernebelt. Fortuna-Anhänger können von Glück sprechen, wenn ihr Team zeitnah den Klassenerhalt sichert. Momentan trennen sie nur fünf Punkte von der Abstiegsrelegation.
Gerade in der Offensive hapert es. Düsseldorf stellt die torungefährlichste Mannschaft der Liga. Marin Ljubicic kam im Winter per Leihe vom 1. FC Union Berlin, um den Angriff der Westfalen zu verstärken. Bisher konnte aber auch er keinen Treffer zur mageren Ausbeute von 24 Ligatoren des Teams beitragen. Sein Kollege Cedric Itten jedoch „weiß, wo das Tor steht“, warnte Leitl.


