Auftakt klingt gut. Für Christoph Harting bedeutet Auftakt, den 2,07 Meter langen Körper am Tag vor dem Wettkampf kurz in Schwung zu bringen. Der Berliner Diskuswerfer reißt die Langhantel vom Boden hoch, um sie über Kopf zu stemmen. Dann schockt er im Wurfhaus des Sportforums Hohenschönhausen den Medizinball an die blaue Wand, dazu ein paar Sprünge vom Gummiwürfel auf die dicke Matte. Sein Trainer Torsten Lönnfors erzählt was über Berlin. „Ich liebe Berlin. Es ist eine Ansammlung gescheiterter Existenzen. Du kannst hier nichts sein, du kannst aber auch alles sein“, ruft Harting. Dann springt der 33-Jährige, wumms, wieder auf die dicke Matte. So ähnlich sieht für den Olympiasieger von 2016 der Auftakt vor den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften aus, die diesen Donnerstag in Kassel beginnen. Am Sonntag will Harting beim Diskus-Finale um 18.15 Uhr im Wurfring stehen.

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