Sheraldo Becker ist zurück

Urs Fischer ersetzt einen Ex-Unioner bei Mainz 05 mit einem anderen Ex-Unioner

Urs Fischer und Sheraldo Becker führten den 1. FC Union Berlin gemeinsam in die Champions League – in Mainz ersetzt Becker nun ausgerechnet Benedict Hollerbach.

Sheraldo Becker und Urs Fischer harmonierten schon beim 1. FC Union Berlin. Jetzt sind sie beim FSV Mainz 05 wieder vereint.
Sheraldo Becker und Urs Fischer harmonierten schon beim 1. FC Union Berlin. Jetzt sind sie beim FSV Mainz 05 wieder vereint.imago/Maik Hölter/TEAM2sportphoto

Urs Fischer ist beim 1. FC Union Berlin eine Legende. Aus der zweiten Bundesliga heraus führte er die Eisernen bis in die Champions League. Einer der Fischer damals half, die höchsten Höhen der Union-Vereinsgeschichte zu erreichen, soll dem Trainer auch jetzt wieder helfen. Sheraldo Becker soll mit dafür sorgen, dass der 1. FSV Mainz 05 nicht aus der Bundesliga absteigt. Den Transfer bestätigte der Verein noch nach Ende des Deadline Days am Montagabend.

Sheraldo Becker ersetzt Benedict Hollerbach bei Mainz 05

Der Hintergrund: Mainz steht aktuell auf dem 16. Platz, dem Relegationsplatz also. Obwohl der Trend bei den 05ern, seit Fischer das Traineramt übernommen hat, sehr positiv ist – drei Siege, drei Unentschieden und nur eine Niederlage –, befindet sich der Klub noch immer in akuter Abstiegsgefahr.

Schlimmer noch: Benedict Hollerbach, ein weiterer Ex-Unioner, fällt bis zum Saisonende aus. Der Stürmer, der einst unter Fischer bei Union nicht einmal für die Champions League registriert wurde, spielte beim neuen Verein der beiden bisher eine wichtige Rolle. Gerade erst hatte dazu Neuzugang Silas für etwas mehr Breite im Sturm sorgen sollen. Durch die Verletzung Hollerbachs jedoch fiel diese sofort wieder weg.

Glück im Unglück ist es vielleicht, dass Fischer wohl noch die Telefonnummer seines ehemaligen Schützlings hatte. „Sheraldo Becker kennt die Liga und den Trainer sehr gut. Wir sind froh, dass wir in der Kürze der Zeit noch eine Lösung finden konnten, die keine große Eingewöhnungszeit braucht und uns noch mal weitere Qualität in den Kader bringt“, sagte Niko Bungert, Sportdirektor von Mainz, in einer Mitteilung des Vereins.

Becker und Fischer harmonierten beim 1. FC Union Berlin sportlich perfekt

Dass die beiden sich gut kennen, ist fast eine Untertreibung: Unter keinem Trainer spielte der 30-Jährige so gut wie unter Fischer. Andersherum war der nie so erfolgreich, wie er es mit Sheraldo Becker als Stürmer war. Elf Tore und sieben Vorlagen steuerte Becker in jener Saison bei, in der sich der 1. FC Union Berlin zum einzigen Mal in der Vereinsgeschichte für die Champions League qualifizierte. „Ich habe nahezu alle meine Bundesliga-Spiele unter Urs Fischer gemacht und bin froh, jetzt wieder mit ihm zusammenarbeiten zu können“, sagte Becker zu seinem Transfer.

Die folgende Saison lief für beide schlechter. Fischer verließ die Eisernen im November, Becker musste bis zur Wintertransferperiode warten. Und hier wird die Sache rund: Die Lücke, die Becker im Sturm hinterlassen hatte, füllte später Benedict Hollerbach aus.