Am Freitagabend deutete noch wenig darauf hin, dass Max Kruse am Sonnabend sein Debüt für den TuS Dassendorf geben würde. Auf Instagram zeigte er sich in einer Story bei einem Pokerturnier, welches im Livestream auf Twitch übertragen wurde. Ein paar Stunden später aber war der frühere Stürmer des 1. FC Union Berlin schon im nächsten Livestream zu sehen. Anstoß 13 Uhr – und damit nicht wie früher in der Bundesliga um 15.30 Uhr.
Max Kruse mit der Rückennummer 99 auf der Bank
Mit der Rückennummer 99 aber nahm Kruse im Spiel in der Oberliga Hamburg erst einmal auf der Bank Platz, konnte dabei ganz entspannt zuschauen, wie sein früherer Teamkollege Martin Harnik gegen den TSV Buchholz mit drei Toren in den ersten 25 Minuten maßgeblich an der 4:0-Führung der Dassendorfer beteiligt war und damit den Grundstein für den späteren 4:1-Sieg legte.
Bei einem Dreierwechsel in der 56. Minute aber kam Kruse dann nicht nur für Harnik ins Spiel, sondern auch zu seinem Debüt im Trikot der Dassendorfer. Sein Leistungsnachwuchs bis zum Schlusspfiff indes sind noch ausbaufähig: Ein Kopfball sowie ein weiterer Abschluss Kruses verfehlten das Tor der Gäste klar und verhinderten die Abrundung dieses sonnigen Nachmittags, der zwar mit einem Sieg, aber noch ohne Treffer des ehemaligen Unioners endete.
Für Kruse war seine erste Partie für die Dassendorfer indes auch eine Rückkehr in die Oberliga Hamburg, in der sich gewissermaßen auch ein Kreis geschlossen hat. Denn: Vor über 15 Jahren hatte er für die zweite Mannschaft des FC St. Pauli ebenfalls eine Partie in der Hamburger Oberliga bestritten, damals spielte er kurioserweise ebenfalls gegen den TSV Buchholz. Beim 6:1-Sieg der Kiezkicker im September 2010 konnte Kruse immerhin zwei Tore vorbereiten.


