Mit dem Ergebnis konnten die Spieler des 1. FC Union Berlin nur schwer leben: 1:2 (0:1) hatten die Köpenicker gegen den VfL Wolfsburg verloren und dabei nach eigener Aussage eine gute Leistung gezeigt. Trainerin Marie-Louise Eta war bei ihrem Debüt stolz auf die Mannschaft. Die Stimmen!
Christopher Trimmel: Ich habe gerade gehört, dass wir 26:5 Torschüsse hatten. Wenn man nur fünf Torschüsse vom Gegner in 90 Minuten zulässt, dann hat man defensiv eigentlich überragend gearbeitet. Trotzdem haben sie zwei Tore gemacht. Wir müssen wahrscheinlich noch wacher agieren, denn Fakt ist auch, dass wir es ihnen in beiden Szenen zu einfach gemacht haben. Wenn man 26 mal aufs gegnerische Tor schießt oder es zumindest versucht, macht man viel richtig. Die Art und Weise war echt in Ordnung heute. Bei einem Trainerwechsel werden die Karten immer neu gemischt, es kommt neue Energie auf den Platz, deswegen ging es neben dem reinen Ergebnis heute auch um unser Auftreten. Die Leistung vergangene Woche in Heidenheim war alarmierend, heute war das im Vergleich dazu sehr gut.
Derrick Köhn: Ich habe ein gutes Spiel von uns gesehen. Wir haben uns nach dem Rückstand in der Halbzeit viel vorgenommen, wollten unbedingt auf den Ausgleich gehen und kriegen dann mit der ersten Aktion gleich das zweite Gegentor. Zum Ende des Spiels haben wir nochmal alles rausgehauen, man hat gesehen, dass wir uns nochmal gegenseitig gepusht haben, aber letztlich hat es nicht gereicht. So kurz nach dem Spiel ist es schwer zu sagen, was uns gefehlt hat. Die Ansprache der Trainerin an uns ist sehr gut. Wir haben das, was sie uns im Vorfeld mitgegeben hat, auf dem Platz auch umgesetzt. Mit ihr fühlen wir uns sehr wohl.
Dieter Hecking (auf der Pressekonferenz): Man hat gesehen, dass wir dieses Spiel heute unbedingt gewinnen wollten. Nach dem Ergebnis von St. Pauli gestern Abend (1:1 gegen den 1. FC Köln; Anm. d. Red.) wussten wir um die hohe Bedeutung heute. Wir haben es in der ersten Halbzeit gut gemacht, hatten die richtigen Momente und Spielkontrolle. Darüber hinaus haben wir ein wunderschönes Tor geschossen, das uns die nötige Sicherheit gegeben hat. In die zweite Halbzeit sind wir mit dem 2:0 perfekt reingekommen, danach hätte ich mir allerdings mehr Ballsicherheit meiner Mannschaft gewünscht. Wir hatten wenig Ruhe im Spiel und kaum mehr Entlastung. Trotz des Sieges heute sollten wir auch kritisch mit uns bleiben und uns bei unserem herausragenden Torhüter bedanken.


