Fußball-Bundesliga

Noch kein Sieg 2026: 1. FC Union Berlin verliert auch bei der TSG Hoffenheim

Doch kein Favoritenschreck: Der 1. FC Union Berlin verliert nach dem BVB auch gegen die TSG Hoffenheim – eine gute Anfangsphase allein hat nicht gereicht.

Unterlegen: Gegen die TSG 1899 Hoffenheim und Andrej Kramaric hatte der 1.FC Union Berlin am Ende keine Chance mehr.
Unterlegen: Gegen die TSG 1899 Hoffenheim und Andrej Kramaric hatte der 1.FC Union Berlin am Ende keine Chance mehr.IMAGO/Ralf Brueck

Der 1. FC Union Berlin wartet in der Bundesliga weiter auf den ersten Sieg des Jahres. Bei der 1:3 (0:2)-Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim in der Sinsheimer Pre-Zero-Arena vor 19.341 Zuschauern konnte sich die Elf von Trainer Steffen Baumgart nicht für ihren guten Start belohnen. Ein Doppelschlag durch Andrej Kramarić kurz vor der Halbzeit sollte die Partie an diesem Sonnabendnachmittag vorentscheiden.

Union Berlin gehört die Anfangsphase

Dabei lagen Gegner, die sich gerade in Topform befanden, den Unionern in dieser Saison besonders. Die TSG, als bisher beste deutsche Mannschaft im Jahr 2026 mit vier Siegen aus vier Spielen, schien also eigentlich gerade recht zu kommen.

Das hätte Rani Khedira beinahe schon nach sieben Minuten unter Beweis gestellt, als er einen Ausrutscher von Albian Hajdari ausnutzte, an der Strafraumkante den Ball eroberte, ihn ein kleines Stück zu weit vorlegte und dann aus kurzer Distanz an Oliver Baumann scheiterte.

Überhaupt gehörte die Anfangsphase klar den Eisernen. Zweikämpfe, Ecken, Schüsse auf Tor, sogar der Ballbesitz – alle Statistiken sprachen in der ersten Viertelstunde für die Berliner. Auf der anderen Seite dauerte es fast eine halbe Stunde, bis der Ball das erste Mal in Richtung des Tors von Fredrik Rönnow flog. Der Union-Keeper musste beim Distanzschuss von Kramarić aber nicht eingreifen (28.).

Hoffenheim entscheidet die Partie kurz vor und nach der Pause

Trotzdem kam Hoffenheim im Laufe der ersten Hälfte besser ins Spiel und bekam in der 39. Minute einen Elfmeter zugesprochen. Leopold Querfeld und Hoffenheims Fisnik Asllani versuchten beide den Ball zu erreichen – Asllani war schneller, Querfeld traf den Fuß des Stürmers, Kramarić verwandelte zum 1:0 für die TSG. Bitter für die Elf von Steffen Baumgart, die bis dahin so gut wie nichts zugelassen hatte.

Drei Minuten nach dem 1:0 bekam Bazoumana Touré viel zu viel Zeit, um vom linken Strafraumeck zu flanken. Im Strafraum wiederum hatte Kramarić ebenfalls viel zu viel Platz. Der Ball segelte noch über Khedira hinweg, bevor der Kroate per Kopf seinen zweiten Treffer erzielen durfte.

Andrej Kramarić trifft zum 2:0 nachdem Rani Khedira (l.) nicht mehr an den Ball kam.
Andrej Kramarić trifft zum 2:0 nachdem Rani Khedira (l.) nicht mehr an den Ball kam.IMAGO/Matthias Koch

Die Halbzeitpause war gerade verstrichen, da war Touré erneut zu frei auf der linken Seite. Wieder suchte er Kramarić, wieder landete der Ball im Netz. Der Hattrick wurde dem Angreifer jedoch verwehrt: Diogo Leite kam vor ihm an den Ball und lenkte den Ball unglücklich ins eigene Tor.

Auch die Joker verpuffen diesmal

Baumgart reagierte auf das dritte Gegentor mit einem Dreifachwechsel. Derrick Köhn, Ilyas Ansah und András Schäfer kamen neu in die Partie und sollten die Joker-Stärke der vorangegangenen Wochen erneut unter Beweis stellen. Rückstände umkehren, damit kannten sich die Unioner zuletzt doch so gut aus.

Schäfer hatte gleich nach seiner Einwechslung eine Großchance (59.), scheiterte aber an Baumann. Leite setzte einen Kopfball über das Tor. Und dann war es Rani Khedira, der tatsächlich zum Anschluss für Union traf. Schiedsrichter Robin Braun hatte den Treffer erst nicht geben wollen, weil er ein Foul von Ansah gegen Hajdari gesehen hatte. Nachdem er sich die Situation aber auf dem Videobildschirm nochmal ansehen konnte, änderte er seine Entscheidung jedoch zugunsten der Gäste.

Mehr als Ergebniskosmetik wurde es allerdings nicht. Der Rückstand war zu groß, Hoffenheim zu gut und zu stabil, um den Vorsprung leichtfertig zu verspielen. Fast hätte Kramarić per Konter sogar noch seinen dritten Treffer erzielt, doch am Ende blieb es beim 3:1 für die TSG.