Interview

„Starker Eingriff in die demokratischen Rechte“: Verfassungsrechtler zur AfD-Causa Ludwigshafen

Der Ausschluss eines AfD-Kandidaten bei der OB-Wahl in Ludwigshafen ist juristisch knifflig. Wie bewertet ein Rechtswissenschaftler den Fall?

Wahlplakat von Oberbürgermeisterkandidat Joachim Paul AfD in Ludwigshafen.
Wahlplakat von Oberbürgermeisterkandidat Joachim Paul AfD in Ludwigshafen.Udo Herrmann/imago

Was wiegt schwerer: das passive Wahlrecht oder die wehrhafte Demokratie? Und darf ein Oberbürgermeisterkandidat allein wegen seiner Parteimitgliedschaft oder wegen Einträgen in Verfassungsschutzberichten von der Wahl ausgeschlossen werden? Diese Fragen stellen sich im Zusammenhang mit dem Ausschluss des AfD-Politikers Joachim Paul im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen. Sein Fall hat eine Debatte ausgelöst, die weit über kommunalpolitische Grenzen hinausreicht.

Gefährdet ein solcher Ausschluss die Grundprinzipien des Rechtsstaats, oder handelt es sich um ein routinemäßiges Verfahren? Im Interview mit der Berliner Zeitung ordnet der Rechtswissenschaftler Josef Franz Lindner den Fall juristisch ein und warnt davor, voreilige Schlüsse zu ziehen.

Berliner Zeitung

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