Sozialdemokratie

Politische Kernschmelze: Warum die SPD plötzlich von Gerhard Schröder träumt

Der ehemalige Parteivorsitzende Franz Müntefering sehnt sich nach einer Führung alten Schlags. Verständlich angesichts der drohenden Bedeutungslosigkeit der SPD.

Altkanzler Gerhard Schröder (r.) und der damalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering beim Wahlkampfauftakt der SPD am 13. August 2005 in Hannover.
Altkanzler Gerhard Schröder (r.) und der damalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering beim Wahlkampfauftakt der SPD am 13. August 2005 in Hannover.IMAGO

Ein Blick auf die einst stolze Volkspartei SPD im Frühjahr 2026 zeigt ein desaströses Bild. Besonders deutlich wurde dies Anfang März bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Zwar haben die Sozialdemokraten im „Ländle“ traditionell einen schweren Stand, doch das aktuelle Ergebnis gleicht einer politischen Kernschmelze. Mit einem Absturz auf 5,5 Prozent haben sich die Stimmenanteile faktisch halbiert. Die SPD kämpft nicht mehr um Gestaltungsmacht, sondern um ihre schiere Existenz.

Berliner Zeitung

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