Gastbeitrag

Aufruf anlässlich 85 Jahre Beginn des Zweiten Weltkriegs: Ohne Frieden ist alles nichts!

Die Bundesregierung muss mit Frankreich und unseren Partnern in Europa mit konkreten Initiativen an die Ukraine und Russland herantreten. Ein Aufruf auf Initiative der Gruppe Neubeginn.

Beim Einmarsch deutscher Truppen in Polen am 1. September 1939 reißen Soldaten der deutschen Wehrmacht einen rot-weißen Schlagbaum an der deutsch-polnischen Grenze nieder.
Beim Einmarsch deutscher Truppen in Polen am 1. September 1939 reißen Soldaten der deutschen Wehrmacht einen rot-weißen Schlagbaum an der deutsch-polnischen Grenze nieder.a0009_dpa

Der 1. September, jener Tag, an dem mit dem deutschen Angriff auf Polen der Zweite Weltkrieg begann, mahnt uns, innezuhalten und zu fordern, dass die Waffen schweigen im gegenwärtigen Krieg zwischen Russland, der Ukraine und der Nato. Die Gefahr, in den nuklearen Abgrund zu taumeln, wächst von Tag zu Tag. Wir akzeptieren nicht, dass das Leben weiterer Zehntausender geopfert wird, obwohl es erkennbar keine militärische Lösung gibt. Zeigen wir unsere Solidarität mit den Ukrainern und den Russen, die in diesen Konflikt getrieben werden! Warum hören wir ihre Klagen nicht? Warum finden nur die Kriegsherren Gehör?

Wir fordern: Die Waffen nieder! Wir fordern von der Regierung der Bundesrepublik, von Frankreich und den europäischen Partnern, mit konkreten Initiativen an die Ukraine und die Russische Föderation heranzutreten. Ziel müssen Waffenstillstands- und dann Friedensverhandlungen ohne jede Vorbedingung sein. Sicherheit gegeneinander gibt es nicht – dieser verhängnisvolle Fehler hat den Krieg mitverursacht. Sicherheit ist nur gemeinsam zu erreichen! Die Erinnerung an den 1. September 1939 bestärkt uns in unserem dringenden Appell: Ohne Frieden ist alles nichts!

Prof. Dr. Peter Brandt, Historiker
Susanne Brandt, Kosmetikerin
Reiner Braun, Journalist
Prof. Dr. Michael Brie, Philosoph
Marco Bülow, Politiker
Daniela Dahn, Schriftstellerin
Prof. Dr. Hajo Funke, Politikwissenschaftler
Dr. Peter Gauweiler, Rechtsanwalt
Dr. Frank Havemann, Informationswissenschaftler
Sibylle Havemann, Musikpädagogin
Christoph Habermann, Staatssekretär a.D.
Christoph Hein, Schriftsteller
Cornelia Hildebrandt, Politikwissenschaftlerin
Prof. Dr. Dieter Klein, Wirtschaftswissenschaftler
Dr. Hans-Jürgen Misselwitz, Naturwissenschaftler
Ruth Misselwitz, Pfarrerin
Michael Müller, Staatssekretär a.D.
Dr. Alexander Neu, Politiker
Jürgen Peters, Gewerkschafter
Prof. Dr. Rainer Mausfeld, Kognitionsforscher
Prof. Dr. Reinhard Merkel, Rechtswissenschaftler
Alexander Rahr, Osteuropa-Historiker
Renata Schmidtkunz, Journalistin
Prof. Dr. Horst Teltschik, Politikwissenschaftler
Johann Vollmer, Redakteur
Prof. Dr. Ernst Ullrich von Weizsäcker, Umweltwissenschaftler
Hans-Eckardt Wenzel, Liedermacher
Gabriele Zimmer, Politikerin