Über Ostdeutschland wird viel gesprochen, aber leider oft in festen Mustern. Doch hilft ein mit Helden- und Opfermythen gespicktes, verklärendes Selbstbild gegen Arroganz und abwertende Fremdzuschreibungen aus dem Westen? Dieser Kampf der Narrative prägt nach wie vor die politischen Debatten und die Medien. Ein Ausweg aus diesem Mechanismus könnte die Literatur sein. Der Schriftsteller Lukas Rietzschel versucht, sich diesen Zuschreibungen zu entziehen. Auch sein dritter Roman, benannt nach dem fiktiven Städtchen Sanditz, spielt in Sachsen, während und nach der DDR. Rietzschel gehört zu einer Vielzahl von Schriftstellern, die einen eigenen Ton suchen und selbstbestimmt erzählen wollen. Wir haben mit ihm telefoniert.

Mit einem Abo weiterlesen
- Zugriff auf alle B+ Inhalte
- Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
- Jederzeit kündbar
Sie haben bereits ein B-Plus? Melden Sie sich an
Doch lieber Print? Hier geht's zum Abo Shop
