Buchhandlungspreis

Im Zweifel verfassungsfreundlich: Man wird ja wohl noch „Deutschland verrecke“ sagen dürfen!

Wolfram Weimer stellt drei Buchhandlungen unter Extremismusverdacht, ohne die Vorwürfe hinterlegen zu können. Allein ein Fassadenspruch muss für das Inhaltliche herhalten. Ein Kommentar.

Der Buchladen Golden Shop in Bremen. Der von Weimer unvollständig zitierte Spruch findet sich an der Markise.
Der Buchladen Golden Shop in Bremen. Der von Weimer unvollständig zitierte Spruch findet sich an der Markise.Sina Schuldt/dpa

Nachdem er sich gezwungen sah, die Verleihung des Buchhandlungspreises abzusagen, hat sich Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) in einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe für seine Vorgehensweise verteidigt. Er hatte nach Hinweisen seiner Beamten gegen drei von 118 Buchhandlungen, die von einer Fachjury für den Buchhandlungspreis nominiert waren, Erkundigungen beim Verfassungsschutz eingezogen und sie von der Liste gestrichen. Sein Beweggrund: „Keine Steuergelder für Extremisten. Gerade in polarisierten Zeiten sollten Politik und Gesellschaft den Extremismus zurückdrängen und nicht fördern.“

Berliner Zeitung

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