Es könnte eine gute Nachricht sein: Viktor Orbán, der ewige Neinsager aus Ungarn, kommt nicht zum EU-Sondergipfel, der am Donnerstagabend in Agia Napa (Zypern) beginnt. Nach seiner krachenden Wahlniederlage vor zwei Wochen hat Orbán auf die Reise in das berühmte Ferienresort verzichtet. Kanzler Friedrich Merz und seine europäischen Amtskollegen müssen also kein ungarisches Veto fürchten, sie können unbelastet und frei reden.
Doch ausgerechnet beim wichtigsten Thema des zweitägigen Gipfeltreffens, dem Iran-Krieg und seinen Folgen, haben sich die EU-Chefs selbst ein Redeverbot auferlegt. Über US-Präsident Donald Trump und seine ebenso völkerrechtswidrige wie erratische Kriegsführung wollen sie nicht offen sprechen. Statt vom Iran-Krieg und den Drohungen Trumps auch gegen die EU ist in der Gipfeleinladung lediglich von der „Situation im Mittleren Osten“ die Rede.

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