Deutschland atmet auf. Friedrich Merz wurde bei seinem Besuch im Weißen Haus von US-Präsident Donald Trump nicht vorgeführt. Immerhin. Merz‘ Charmeoffensive scheint aufgegangen zu sein, seine warnenden Worte vor dem US-Republikaner wirkten wie vergessen; der Bundeskanzler stimmte freundliche Töne an, als säße neben ihm nicht der viel beschworene Feind Europas, ein Faschist, sondern der große Bruder der EU. Am Tag des Besuchs zeigte sich der Bundeskanzler positiv gestimmt und betonte nach dem Treffen, dass es zwischen ihm und dem Präsidenten viele Gemeinsamkeiten gäbe.
Merkwürdig, wie begeisternd die Reaktionen auf Merz‘ US-Reise ausgefallen sind. Als würden sich die Deutschen bereits zufrieden damit zeigen, wenn sich ein deutscher Repräsentant ausnahmsweise mal nicht auf die Knochen blamiert und zum Gespött macht. Merz hat alle Ausrutscher vermieden. Selbst als Trump seine Englischkenntnisse testete und Merz ins sprachliche Schlittern bringen wollte, hat der Bundeskanzler souverän reagiert und fast fehlerfrei in die Fremdsprache gewechselt. Ein Fauxpas blieb aus.

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