US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag angekündigt, die USA würden den Krieg gegen Iran in zwei bis drei Wochen beenden. Das erklärte er im Oval Office gegenüber Journalisten, wie die Times of Israel und die Jerusalem Post berichteten. Den genauen Zeitpunkt knüpfte er daran, dass Iran für Jahre nicht mehr in der Lage sein werde, eine Atomwaffe zu entwickeln. Ein Abkommen mit Teheran sei dafür keine Voraussetzung, betonte Trump. Der Krieg werde enden, „mit oder ohne Deal“.
Die Sprecherin des Weißen Haues, Karoline Leavitt, kündigte auf X eine Ansprache Trumps für Mittwochabend (Ortszeit) an. Darin werde er „ein wichtiges Update“ zum Iran mitteilen. Aktuell zeichnen Washington und Jerusalem kein einheitliches Bild über den Stand des Krieges.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte in einer Videoansprache, der aktuelle Krieg habe Irans industrielle Fähigkeit zur Produktion von Atomwaffen und Langstreckenraketen „zerschlagen“. Er listete zehn Errungenschaften des Krieges auf und zog dabei eine Parallele zu den biblischen zehn Plagen – passend zum bevorstehenden Pessach-Fest.
Irans Präsident signalisiert Gesprächsbereitschaft
Irans Präsident Masud Peseschkian signalisierte unterdessen nach Angaben von BBC Gesprächsbereitschaft. Sein Land habe den Willen, den Krieg zu beenden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt würden. Doch intern ist Teheran gespalten. Nach Informationen der Jerusalem Post hat Iran bislang nicht auf einen 15-Punkte-Vorschlag der USA geantwortet. Hintergrund sei ein Machtkampf zwischen Hardlinern – darunter Revolutionsgarden-Kommandeur Ahmad Vahidi und Parlamentssprecher Ghalibaf – und gemäßigteren Kräften um Peseschkian und Außenminister Araghchi, der sich für Verhandlungen offen zeige. Derzeit hätten die Hardliner die Oberhand, so israelische Medien.
In eine andere Richtung wies eine Erklärung des Vorsitzenden des Nationalen Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, Ebrahim Azizi. Auf X schrieb er direkt an Trump gerichtet, die Straße von Hormus werde sich zwar wieder öffnen – aber nicht für die USA.
Medienbericht: Vorbereitung von US-Bodentruppen
Parallel zu den Abzugssignalen bereitet das Pentagon nach Informationen der Washington Post Bodeneinsätze in Iran vor. Dabei gehe es nicht um eine vollständige Invasion, sondern um gezielte Razzien durch Spezial- und Infanterietruppen – unter anderem zur Sicherung der Straße von Hormus. Diskutiert werde auch die Einnahme der Ölexportinsel Kharg Island im Persischen Golf. Bisher hat Trump keinen Bodenbefehl erteilt. Rubio erklärte, die USA könnten ihre Ziele „ohne Bodentruppen“ erreichen.
Innerhalb der Republikanischen Partei ist die Frage umstritten. So drängte Senator Lindsey Graham auf einen Einsatz und verglich die mögliche Einnahme von Kharg Island mit der Iwo-Jima-Landung im Zweiten Weltkrieg. Laut einer aktuellen Umfrage von AP und der Universität Chicago sprechen sich 62 Prozent der Amerikaner gegen den Einsatz von Bodentruppen aus.




