Geopolitik

Harsche Worte aus den USA: „Europäer wollen nur reden, aber nicht kämpfen“

Washington macht Druck, um den Krieg zu beenden. Die Europäer wollten den Prozess stoppen, haben aber schlechte Karten. Selenskyj kämpft auf verlorenem Posten.

Der ukrainische Präsidente Wolodymyr Selenskyj mit dem US-Militär-Staatssekretär Dan Driscoll.Ukrainian Presidential Press Off

Daniel Driscoll, Staatssekretär im US-Verteidigungsministerium, hat am Dienstag in Abu Dhabi Gespräche mit dem Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes und einer russischen Delegation geführt. Washington drängt auf ein Abkommen zur Beendigung des Krieges des Kremls. Die Zusammensetzung der russischen Delegation war zunächst unklar. Driscoll sollte jedoch Kyrylo Budanow, den Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes (GUR), treffen, wie die Financial Times (FT) unter Berufung auf zwei Insider berichtet. CBS, CNN und das Wall Street Journal berichteten ebenfalls über die Gespräche. Was der Zweck der Gespräche ist, ist unklar. Doch es ist naheliegend, dass die Amerikaner im Umfeld des jüngsten Vorstoßes von Präsident Donald Trump die militärische Lage sondieren wollen. Ob dies im Hinblick auf den von Trump als seine Initiative deklarierten 28-Punkte-Plan geschieht oder aber, um den Russen bezüglich ihrer nächsten Schritte auf den Zahn fühlen zu wollen, kann von außen nicht beurteilt werden.

Berliner Zeitung

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