US-Sanktionen

Nach US-Druck: Serbien befreit sich aus der russischen Energieabhängigkeit

Eine befristete Lizenz setzt die US-Sanktionen gegen den serbischen Ölkonzern NIS aus und erzwingt gleichzeitig den Verkauf der russischen Eigentumsanteile.

Gazprom-Tankstelle in Belgrad
Gazprom-Tankstelle in BelgradAndrej Isakovic/AFP

Es ist ein diplomatischer Balanceakt mit enormem wirtschaftlichem Sprengstoff. In einem strategisch bedeutsamen Schritt hat die US-Finanzaufsichtsbehörde OFAC (Office of Foreign Assets Control) dem serbischen Energiekonzern Naftna Industrija Srbije (NIS) eine befristete Betriebslizenz erteilt. Diese Entscheidung ermöglicht es dem Erdölkonzern mit der einzigen Ölraffinerie Serbiens in Pančevo, einer Industriestadt nahe der Hauptstadt Belgrad, nach einem mehrwöchigen, durch Sanktionen erzwungenen Stillstand seine Produktion wieder hochzufahren.

Berliner Zeitung

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