Am 19. November 2023 gewann Javier Milei die Stichwahl um das Präsidentenamt in Argentinien. Seitdem krempelt Milei, der im Wahlkampf gerne mal mit einer Kettensäge posierte, das südamerikanische Land um. Der argentinische Botschafter in Berlin, Fernando Brun, unterstreicht die Notwendigkeit der Regierungsmaßnahmen, die einen Bruch mit der Vorgängerregierung darstellen. Im Gespräch mit der Berliner Zeitung hebt er die neue Westbindung Argentiniens hervor – die Abkehr von den Brics, die Nähe zur Nato und neue Geschäftsmöglichkeiten durch LNG-Exporte nach Deutschland.
Herr Botschafter, vor etwas mehr als einem Jahr gewann Javier Milei die Stichwahl um das argentinische Präsidentenamt. Das trat er mit dem Versprechen an, in Argentinien aufzuräumen und das Land aus der Krise zu führen. Wie steht Argentinien heute da?
Javier Milei setzt die Versprechen um, die er im Wahlkampf gemacht hat. Vor allem die Art und Weise, wie er seine Führung durchsetzt, ist dafür entscheidend, denn der Präsident verfügt im Parlament nicht über eine eigene Mehrheit. Milei ist im Juni nach Deutschland gekommen, da war er gerade einmal sechs Monate im Amt. Das ist nicht gerade üblich. Hier, in Berlin, hat er Bundeskanzler Olaf Scholz persönlich dargelegt, wie die erste Phase der Stabilisierung Argentiniens aussieht. Die Ergebnisse, die er präsentiert hat, zeigen, wie sich das Land seit Mai immer mehr erholt.

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