Verleger-Treffen

Widerwillige Neugier: Wie die Döpfner-Friedrich-Debatte Spiegel, Zeit und Co. in den Osten holte

Vor wenigen Jahren undenkbar: Vertreter der westdeutschen Leitmedien fanden sich Montag in Adlershof ein, um dem Springer-Chef und dem Verleger der OAZ zu lauschen: Haben sie etwas mitgenommen?

Im Publikum Vertreter des Spiegel, der Zeit, FAZ und Bild.
Im Publikum Vertreter des Spiegel, der Zeit, FAZ und Bild.Paulus Ponizak/Berliner Zeitung

Man kann das Verleger-Treffen zwischen dem Hause Springer und der Ostdeutschen Medienholding aus vielerlei Blickwinkeln betrachten, man kann es gut oder schlecht finden, eine Dimension aber ist unbestritten: Das hier war eine historische Auffälligkeit. Denn dass fast 40 Jahre vergehen mussten, bis ein Ostverleger (Holger Friedrich) und ein Westverleger (Mathias Döpfner) ein solches Gespräch auf Augenhöhe führen, zumal in einem Deutschland, das gefühlt seit Ewigkeiten vereint ist, das hätte sich wohl keiner der Mauer-Glückstaumeligen am 9. November 1989 gedacht. Ende gut, alles gut also? Darüber wird weiterhin zu debattieren und zu streiten sein.

Berliner Zeitung

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