Überraschende Reaktionen

„Geh zurück, wo du herkommst“ – Jorge González teilt rassistischen Angriff im Zug

Zusammen mit seiner Nichte erlebte der „Let’s Dance“-Juror auf einer Zugfahrt eine unangenehme Situation – und war überrascht von der Reaktion seiner Mitreisenden.

Sitzt zusammen mit Motsi Mabuse und Joachim Llambi in der „Let’s Dance“-Jury: Jorge González
Sitzt zusammen mit Motsi Mabuse und Joachim Llambi in der „Let’s Dance“-Jury: Jorge GonzálezImago/Christoph Hardt

Erst Anfang Dezember gab Jorge González der Berliner Zeitung ein Interview, in dem er warme Worte über sein Leben in Deutschland fand. Es sei „unkompliziert, bequem und offen für viele Möglichkeiten“, beschrieb der 58-jährige „Let’s Dance“-Juror mit kubanisch-deutschen Wurzeln sein Lebensgefühl.

Nun scheint der Entertainer allerdings einmal mehr mit den Schattenseiten seines Alltags konfrontiert worden zu sein. Im Gespräch mit RTL berichtet er von einem rassistischen Vorfall während einer Zugfahrt mit seiner Nichte.

Jorge González: „In Deutschland gibt es viel Toleranz“

Eigentlich wollte González lediglich den von ihm reservierten Sitzplatz einnehmen, doch war dieser bereits besetzt. Als sich der Mann weigerte, den Platz freizugeben, forderte er die Nichte des Jurors auf, „zurückzugehen, woher sie komme“. Die junge Frau reagierte schlagfertig: „Ja, ich komme aus Nienburg an der Weser.“ Im Interview betont González, dass seine Nichte in Deutschland geboren und aufgewachsen sei und einen deutschen Pass besitze.

Trotz des Vorfalls zeigt sich González wie gewohnt positiv gestimmt. Besonders die Reaktion der anderen Passagiere im Zug habe ihn überrascht: „Zum Glück, die Leute, die im Waggon waren, sind wirklich aufgestanden und dagegen angegangen“, erzählt der Fernsehstar. „Das hätte ich wirklich nicht gedacht.“

Solche Situationen seien für ihn kein Einzelfall, wie er berichtet. Rassistische Attacken kämen immer wieder vor. Dennoch glaubt er stets an das Gute in seiner Heimat: „In Deutschland gibt es viel Toleranz, viele gute Leute.“ Um diese Werte zu stärken, sei es wichtig, in Schulen und Familien kontinuierlich darüber zu sprechen.

Um Hass und Hetze keinen Raum zu geben, nutzte der TV-Juror auch die Gelegenheit, eine persönliche Botschaft zu vermitteln: „Du bist gut so, wie du bist. Glaub an dich. Sei tolerant und respektiere deine Umgebung.“ Sein abschließender Rat: „Sei lieb! Wer lieb ist, kriegt das zurück.“