Brutal Berlin

Kein Bürgergeld: Eine Ukrainerin und ihr verzweifelter Kampf mit der Berliner Bürokratie

Sie kann die Miete nicht zahlen, und ihre kleine Tochter ist nicht krankenversichert. Aljona kommt aus der Ukraine, genießt besonderen Schutz, aber irgendetwas ist schiefgelaufen.

In ihre Heimatstadt kann sie schlecht zurückkehren, ist sie doch mit ihrem Mann aus Charkiw geflohen. Vor dem Krieg. Dort gibt es täglich russische Drohnenangriffe.
In ihre Heimatstadt kann sie schlecht zurückkehren, ist sie doch mit ihrem Mann aus Charkiw geflohen. Vor dem Krieg. Dort gibt es täglich russische Drohnenangriffe.Fotoillustration: Roshanak Amini für Berliner Zeitung am Wochenende. Bilder. Imago

Aljona ist mit ihrer kleinen Tochter aus Köpenick hergekommen zur Sozialberatung an der Kurfürstenstraße. Hierher, in diesen etwas heruntergekommenen Teil von Berlin-Tiergarten. Die junge Mutter lehnt in dem Bürogebäude an einem Türrahmen und wartet, dass sie drankommt, dass ihr geholfen wird in ihrem Kampf mit dem Bürokratiemonster Berlin.

Sie wirkt übernächtigt. Ihre Tochter Milana ist neun Monate alt. Aljona trägt das Mädchen im lockeren Griff vor dem Bauch. Das Baby hält erstaunlich lange still, starrt mit großen Augen in der Gegend umher und saugt an seinem Nuckel.

Berliner Zeitung

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