Open Source

Das Schweigen von USA und Nato auf Russlands Briefe vom 17. Dezember 2021

Vor genau zwei Jahren formulierte Russland unmissverständlich seine Sicherheitsinteressen. Die Reaktion des Westens war ein großer Fehler.

Wladimir Putin, Präsident von Russland, äußert sich auf einer Pressekonferenz nach seinem Treffen mit US-Präsident Biden in der Villa la Grange, 16.06.2021.
Wladimir Putin, Präsident von Russland, äußert sich auf einer Pressekonferenz nach seinem Treffen mit US-Präsident Biden in der Villa la Grange, 16.06.2021.Denis Balibouse/dpa

Die westliche Ukraine-Berichterstattung weist nicht erst seit Kriegsbeginn eine Reihe bemerkenswerter weißer Flecken auf. So gut wie niemand hierzulande weiß beispielsweise, dass der dem Westen sehr nahestehende Boris Jelzin schon im März 1997 – Jahre bevor Wladimir Putin an die Macht kam – im Vorfeld der ersten Nato-Osterweiterung gegenüber dem damaligen US-Präsidenten Bill Clinton drohte, spätestens mit einem Nato-Beitritt der Ukraine würde für Russland eine rote Linie überschritten. Man sieht hier sehr deutlich, wie alt diese Option für den Westen ist und wie alt umgekehrt die russischen Ängste vor dieser Option sind!

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar