Zusammenstoß

Frankreich: Hochgeschwindigkeitszug kollidiert mit Militärlaster

An einem Bahnübergang in Frankreich kam es zu einem Zusammenstoß zwischen einem Zug und einem Lkw. Dabei starb offenbar der Lokführer, mehrere Fahrgäste wurden verletzt.

Ein Teil des TGV-Zuges steht nach dem Zusammenstoß mit einem Laster an einem Bahnübergang zwischen Bethune und Lens in Bully-les-Mines.
Ein Teil des TGV-Zuges steht nach dem Zusammenstoß mit einem Laster an einem Bahnübergang zwischen Bethune und Lens in Bully-les-Mines.Sameer Al-Doumy/AFP/dpa

Ein französischer Hochgeschwindigkeitszug ist am Dienstagmorgen an einem Bahnübergang im Norden des Landes mit einem Militärlastwagen kollidiert. „Heute Morgen ereignete sich zwischen Béthune und Lens ein Unfall, an dem ein Lkw und ein TGV beteiligt waren“, erklärte der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot auf X.

Fabien Villedieu von der Eisenbahngewerkschaft SUD erklärte auf X, der Lokführer sei dabei ums Leben gekommen. Der Lkw habe zu einem Militärkonvoi gehört, so Villedieu. Auch nach Informationen von Le Monde gehörte der Lkw zu einem Militärkonvoi, der eine mobile Brücke transportierte. Die genauen Umstände des Zusammenstoßes waren zunächst unbekannt.

Mehrere Verletzte nach Zusammenstoß an Bahnübergang

Der Unfall ereignete sich laut Le Monde gegen 7 Uhr morgens an einem Bahnübergang. Zu dem Zeitpunkt befanden sich demnach 243 Gäste an Bord des Zuges. Le Monde berichtete unter Berufung auf Behördenangaben, dass elf Fahrgäste leichte Verletzungen erlitten, zwei schweben in Lebensgefahr. Ein Sprecher der Präfektur gab an, dass 27 Personen verletzt worden seien, berichtete Le Parisien unter Berufung auf AFP.

Das Transportunternehmen SNCF Voyageurs erklärte laut Le Parisien, dass eine psychologische Betreuungseinheit eingerichtet wurde, „um sich um die gesamte Eisenbahnerfamilie zu kümmern, die heute in tiefer Trauer ist“. Der Zugverkehr zwischen Béthune und Lens wird voraussichtlich bis Tagesende unterbrochen sein, hieß es.