Iran-Krieg

Witkoff: Russland bestreitet, Geheimdienstinformationen an Iran weiterzugeben

Russland beteuert laut Witkoff, keine Informationen über US-Militärstandorte im Nahen Osten an den Iran weiterzugeben. „Also können wir sie beim Wort nehmen“, so Witkoff

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff
Der US-Sondergesandte Steve WitkoffAlex Brandon/AP/dpa

Russland hat in einem Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin am Montag bestritten, dem Iran Geheimdienstinformationen über US-Militärpositionen im Nahen Osten übermittelt zu haben. Das erklärte der US-Sondergesandte Steve Witkoff in einem Interview mit dem Sender CNBC.

„Gestern sagten die Russen im Telefonat mit dem Präsidenten, dass sie keine Informationen weitergegeben hätten“, sagte Witkoff demnach und fügte hinzu: „Also können wir sie beim Wort nehmen. Hoffen wir, dass sie nichts weitergeben.“

Witkoff: „Ich bin kein Geheimdienstmitarbeiter“

Auf die Frage, ob er davon ausgehe, dass Russland Informationen mit dem Iran teilt, antwortete er jedoch ausweichend. „Nun ja, ich bin kein Geheimdienstmitarbeiter, deshalb kann ich Ihnen das nicht sagen“, erklärte er. Zuvor hatte unter anderem die Washington Post berichtet, dass Russland dem Iran Informationen über Standorte von US-Kriegsschiffen und -flugzeugen im Nahen Osten liefere.

Witkoff erklärte weiterhin, er und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner hätten am Montagmorgen – unabhängig vom Telefonat zwischen Trump und Putin – ein separates Gespräch mit dem außenpolitischen Berater des Kreml, Juri Uschakow, geführt. Auch Uschakow habe die Vorwürfe zurückgewiesen.

Araghtschi: Russland hilft „in vielerlei Hinsicht“

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hatte am Sonntag gegenüber dem Sender NBC erklärt, die Zusammenarbeit zwischen dem Iran und Russland sei „nichts Neues“ und kein Geheimnis. „Sie helfen uns in vielerlei Hinsicht. Ich habe keine detaillierten Informationen“, sagte er demnach. Er äußerte sich jedoch nicht dazu, ob der Iran Informationen über US-Militärstandorte erhalten hat.

US-Präsident Donald Trump äußerte sich am Sonntag ebenfalls auf eine Frage nach den Berichten, laut denen Russland Informationen mit dem Iran teilt. Er bestätigte sie einem AP-Bericht zufolge nicht, erklärte jedoch mit Blick auf die US-Angriffe auf den Iran: „Wenn sie Informationen erhalten, hilft ihnen das nicht viel.“

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte am Dienstag erneute massive Angriffe auf den Iran an. „Heute wird wieder einmal unser intensivster Tag der Angriffe im Iran sein: die meisten Kämpfer, die meisten Bomber, die meisten Angriffe“, sagte er laut Reuters während einer Pressekonferenz im Pentagon. Die militärische Informationsbeschaffung sei „besser als je zuvor“.