Der Hundertjährige Kalender stellt für den Mai 2026 wechselhaftes Wetter mit ausgeprägten Extremen in Aussicht. Laut der historischen Wetterschrift soll der Monat überwiegend warm beginnen: Bis zum 5. Mai werden angenehme Temperaturen erwartet, gefolgt von drei Tagen mit Wind und rauem Wetter.
Anschließend prognostiziert das Werk die erste Hitzewelle des Jahres. Zwischen dem 8. und 18. Mai 2026 soll es nicht nur sehr heiß, sondern auch ausgesprochen trocken werden. Die Dürreperiode soll bis zum 24. Mai andauern. Mitten in dieser Phase rechnet der Kalender allerdings mit einem deutlichen Temperatursturz: Ab dem 20. Mai sollen die Werte so stark sinken, dass es zu Frost kommen kann. Ab dem 24. Mai sollen die Temperaturen wieder steigen, sodass der Monat bis zum 31. Mai mit gutem Wetter ausklingt.
Die ersten Maitage waren von sommerlich warmen Temperaturen geprägt. Auch der Montag, der vierte Mai, beginnt noch warm und sonnig. Zum Nachmittag hin wechselt das Wetter jedoch. Am Nachmittag und am Abend am kann es zu Sturmböen zwischen 55 und 70 Kilometern pro Stunde kommen, so der DWD. Auch Starkregen um mit bis zu 15 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde und kleinkörniger Hagel sind nicht nicht ausgeschlossen. Auch am Dienstag können immer wieder Gewitter auftreten.
Historischer Hintergrund des Kalenders
Der Hundertjährige Kalender geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Verfasst wurde das ursprünglich als „Calendarium oeconomicum practicum“ bezeichnete Werk vom Abt Mauritius Knauer, der über sieben Jahre hinweg Tagebuch führte und die Wetterereignisse dieser Zeit detailliert dokumentierte. Anders als der Name nahelegt, liefert das Werk keine Vorhersagen für einen Zeitraum von 100 Jahren.
Meteorologen widersprechen
Aus wissenschaftlicher Perspektive gilt die Vorhersagekraft des Hundertjährigen Kalenders als nicht haltbar. Langzeitprognosen dieser Art werden in der Meteorologie als unseriös eingestuft. Der Meteorologe Jörg Kachelmann äußerte sich auf der Plattform X, ehemals Twitter, mit den Worten: „Der 100-jährige Kalender sagt nichts vorher“. Treffe eine Vorhersage dennoch ein, sei dies dem Zufall zuzuschreiben.



