Russischer Beschuss

„Mutter-Heimat“ in Kiew beschädigt

Bei Luftangriffen auf Kiew wurde ein Teil der Ruhmeshalle des Weltkriegsmuseums zerstört. Die ukrainische Kulturministerin zeigte sich empört.

Die Ruhmeshalle des Weltkriegsmonuments in Kiew ist bei russischen Angriffen beschädigt worden.
Die Ruhmeshalle des Weltkriegsmonuments in Kiew ist bei russischen Angriffen beschädigt worden.Evgeniy Maloletka/AP/dpa

Das ukrainische Weltkriegsdenkmal in Kiew ist laut ukrainischen Angaben bei einem nächtlichen russischen Luftangriff beschädigt worden. Teile der Ruhmeshalle des Geschichtsmuseums zum Zweiten Weltkrieg am Fuß des Mahnmals wurden getroffen.  Die Kulturministerin Tetjana Bereschna nannte die Attacke auf die imposante Statue, die auch als „Mutter-Heimat“ bezeichnet wird, am Dienstag in sozialen Netzwerken „symbolisch und zynisch“.

Die 62 Meter hohe Stahlskulptur einer Frau mit erhobenem Schwert und Schild wurde 1981 zum Gedenken an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg eingeweiht. Sie gehört zum Nationalen Museum der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg.

Sowjetsymbole bereits zuvor entfernt

Bereits 2023 ließ man Hammer und Sichel von der riesigen Skulptur entfernen. Diese Maßnahme war Teil einer Kampagne, Sowjetsymbole und russische Kultur aus dem öffentlichen Raum der Ukraine zu verbannen. Der Einfall Russlands im Frühjahr 2022 hatte diesen De-Sowjetisierungsprozess massiv vorangetrieben.

In der Nacht zu Dienstag hatten erneut russische Streitkräfte die Städte Kiew und Charkiw im Osten des Landes massiv bombardiert und mir Raketen beschossen. 1100 Wohnhäuser waren in Folge dessen ohne Heizung, mindestens fünf Menschen wurden verletzt.

Nach Angaben der Unesco wurden in der Ukraine seit dem russischen Angriffskrieg 2022 mindestens 32 Denkmäler, darunter Mahn- und Gedenkstätten vollständig zerstört oder beschädigt.