Gewalt

Sondereinsatz Polizei: Temporäres Waffenverbot an 16 Bahnhöfen zeigt Erfolge

Bundespolizei stellt bei Kontrollen auf Berliner Bahnhöfen Hunderte gefährliche Gegenstände sicher. Die Polizei wertet den Einsatz als Erfolg. Eine Fortsetzung ist nicht geplant.

Die Berliner Polizei zieht eine positive Bilanz bei den verstärkten Kontrollen an Berliner Bahnhöfen.
Die Berliner Polizei zieht eine positive Bilanz bei den verstärkten Kontrollen an Berliner Bahnhöfen.Paul Zinken / dpa

Die Bundespolizei wertet das temporäre Mitführverbot für gefährliche Gegenstände an Bahnhöfen in Berlin und Potsdam als Erfolg. Bei knapp 6.000 Personenkontrollen stellten Beamte insgesamt 339 verbotene Gegenstände sicher, wie die Bundespolizeidirektion Berlin mitteilte.

Das Verbot galt vom 31. Dezember 2025 bis zum 2. Februar 2026 täglich zwischen 14 und 4 Uhr an 15 Berliner Bahnhöfen sowie am Potsdamer Hauptbahnhof. Untersagt war unter anderem das Mitführen von gefährlichen Chemikalien wie Säuresprays, Schlaggegenständen wie Äxte und Beile sowie Messer. Entscheidend war dabei, ob diese Gegenstände griffbereit waren oder in verschlossenen Behältnissen wie Rucksäcken.

Zahlreiche Straftaten bei Kontrollen aufgedeckt

Laut  Polizei Berlin wurden bei 290 Personen verbotene Gegenstände gefunden. Konkret beschlagnahmten die Einsatzkräfte 145 Messer, 80 Reizstoffe, 22 Hiebwaffen, 45 potenzielle Schlag- und Stichgegenstände sowie 30-mal Pyrotechnik.  In 96 Fällen ergaben die Kontrollen Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz.

Die Kontrollen deckten zudem 501 weitere Straftaten auf, darunter 129 Gewaltdelikte, 96 Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz und 78 Betäubungsmitteldelikte. Die Beamten vollstreckten 48 offene Haftbefehle.

Bundespolizei sieht Sicherheitsgewinn bestätigt

Als Grund für die Maßnahme nannte die Bundespolizei eine zunehmende Gewaltintensität auf Bahnanlagen. „Durch den Einsatz von Waffen und gefährlichen Gegenständen verzeichnete die Bundespolizei in der Vergangenheit schwerere Verletzungen der Geschädigten“, erklärte die Behörde.

Der Einsatz habe aus Sicht der Behörde zu einem Sicherheitsgewinn im Berliner Bahnverkehr beigetragen. Trotz der positiven Bilanz ist bisher nicht geplant, den Einsatz auszudehnen.