Kurz vor seiner umstrittenen Amtseinführung hat der Präsident Venezuelas Nicolás Maduro behauptet, dass sieben ausländische Staatsbürger aus den USA, der Ukraine und Kolumbien festgenommen worden sind. Dabei handele es sich um „Söldner“, die angeblich Gewalttaten im Land geplant hatten, wie Maduro am Dienstag in einer Fernsehansprache sagte.
„Allein heute haben wir sieben ausländische Söldner gefangen genommen, darunter zwei wichtige Söldner aus den Vereinigten Staaten“, sagte der venezolanische Präsident. Insgesamt, so Maduro weiter, seien bislang 125 ausländische Söldner aus 25 verschiedenen Ländern gefangen genommen worden, die in das südamerikanische Land eingereist seien, „um Terrorismus gegen das venezolanische Volk zu verüben“. „Sie sind verurteilt und ich bin sicher, dass sie in den ersten Stunden ein Geständnis ablegen werden“, fügte er hinzu. Weder das US-Außenministerium noch das kolumbianische Außenministerium haben sich zu Maduros Behauptungen geäußert. Eine Anfrage des Senders CNN Espanol an das ukrainische Außenministerium blieb auch unbeantwortet.
Maduro erhöht kurz vor Vereidigung Sicherheitsmaßnahmen
Maduro hat wenige Tage vor seiner geplanten Vereidigung für eine weitere Amtszeit die Sicherheitsmaßnahmen landesweit verschärft. Er verabschiedete dazu ein entsprechendes Dekret, nach dem militärische, zivile und polizeiliche Kräfte vereint werden, wie der staatliche Fernsehsender VTV mitteilte. Die Einheit solle ab sofort und bis einschließlich Freitag – dem Tag der Vereidigung – in allen Bundesstaaten, Städten und Gemeinden aktiviert werden.

Die Opposition hatte angekündigt, am Donnerstag gegen die Vereidigung Maduros protestieren zu wollen. Die venezolanischen Behörden haben bereits höhere Sicherheitsvorkehrungen getroffen und vermummte Polizisten an den Einfahrtsstraßen der Hauptstadt Caracas sowie rund um den Regierungspalast und das Parlament postiert, wie die Zeitung El Nacional berichtete. Die Metrostationen von Caracas würden von bewaffneten Beamten bewacht.

