US-Militär

USA setzen tonnenschwere Bunkerbrecherbomben an Straße von Hormus ein

US-Präsident Trump äußert sich verärgert über die Zurückhaltung der Nato bei der Entsendung von Kriegsschiffen. Wenige Stunden später startet die USA selbst einen Bombenangriff.

Eine FA-18EF Super Hornet wird für den Katapultstart fertig gemacht.
Eine FA-18EF Super Hornet wird für den Katapultstart fertig gemacht.Björn Trotzki/imago

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben mehrere 2270 Kilogramm schwere Bunkerbrecherbomben auf befestigte iranische Raketenstellungen an der Küste nahe der Straße von Hormus abgeworfen. Das teilte das US-Zentralkommando (CENTCOM) auf der Plattform X mit. Ziel der Angriffe waren demnach iranische Anti-Schiff-Marschflugkörper, die laut CENTCOM eine direkte Gefahr für die internationale Schifffahrt in der Meerenge darstellten.

Bei den eingesetzten Waffen handelt es sich laut CNN um die GBU-72 Advanced 5K Penetrator – eine GPS-gesteuerte Bombe, die speziell für die Zerstörung tief unterirdischer und stark befestigter Ziele entwickelt wurde. Die Waffe wurde 2021 erstmals von US-Flugzeugen eingesetzt. „Sie ist GPS-gesteuert statt lasergesteuert – bei Regen, Sonnenschein oder Schnee trifft sie ihr Ziel“, erklärte ein US-Luftwaffensoldat laut CNN in einem Video von 2023.

CENTCOM-Kommandeur Admiral Brad Cooper erklärte dem Bericht zufolge bereits am Montag, die USA würden „Irans Fähigkeit, die Navigationsfreiheit in und um die Straße von Hormus zu bedrohen, weiterhin rasch verringern“. Welche konkreten Folgen der US-Angriff hatte, war zunächst nicht bekannt.

Angriff folgt auf Trumps Aussage gegen Nato-Verbündete

Die Bombardierungen erfolgten nur Stunden, nachdem US-Präsident Donald Trump öffentlich beklagt hatte, dass Nato-Länder und andere Verbündete seine Aufforderung zur militärischen Absicherung der Meerenge abgelehnt hätten. Mehrere Länder erklärten, keine Schiffe zur Unterstützung entsenden zu wollen. Trump bezeichnete dies als „dummen Fehler“ und erklärte, die USA bräuchten keine Hilfe – auch nicht von Japan, Australien oder Südkorea.

Hintergrund ist laut CNN, dass der Iran die Straße von Hormus faktisch gesperrt hat und Schiffe der USA, Israels und deren Verbündeter bedroht. Dies hat die globalen Energielieferungen massiv beeinträchtigt und die Ölpreise weltweit steigen lassen. Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt für den Öltransport.