Gesellschaft

Umfrage: Union und AfD gleichauf, Sorgen der Bevölkerung über Extremismus nehmen weiter zu

Einer Umfrage zufolge steigt die Zustimmung zur Beteiligung deutscher Soldaten an einer Friedensmission in der Ukraine. So würden die Deutschen wählen, falls am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre.

Laut einer aktuellen Umfrage würden CDU/CSU und AfD jeweils 25 Prozent der Stimmen erhalten, falls am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre.
Laut einer aktuellen Umfrage würden CDU/CSU und AfD jeweils 25 Prozent der Stimmen erhalten, falls am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre.Marijan Murat

Laut der aktuellen YouGov-Umfrage würden CDU/CSU und AfD jeweils 25 Prozent der Stimmen erhalten, falls am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre. Beide Parteien verlieren damit einen Prozentpunkt im Vergleich zum Dezember 2025. Die SPD verbessert sich um zwei Punkte auf 16 Prozent und erreicht damit ihren höchsten Wert seit der Bundestagswahl 2025. Die Grünen bleiben mit 12 Prozent stabil, ebenso wie die Linke mit 10 Prozent. Die FDP verharrt unverändert bei 4 Prozent. Das BSW verliert einen Punkt und liegt nun bei 3 Prozent. 5 Prozent der Befragten würden für andere Parteien stimmen.

Mehr Zustimmung für Bundeswehr-Friedensmission in der Ukraine

Im Kontext der Diskussion um einen möglichen Waffenstillstand in der Ukraine, der von deutschen Soldaten aus benachbarten Nato-Staaten militärisch abgesichert werden könnte, wächst die Bereitschaft in der Bevölkerung für eine solche Mission. Friedrich Merz hatte am 6. Januar auf einer Konferenz in Paris diese Option ins Spiel gebracht. 42 Prozent der Befragten unterstützen derzeit eine Beteiligung deutscher Truppen an einer Friedensmission in der Ukraine, 45 Prozent lehnen dies ab, 13 Prozent sind unentschieden. Im März 2025 lag die Zustimmung noch bei 37 Prozent, die Ablehnung bei 48 Prozent, während 15 Prozent keine klare Meinung äußerten.

Die Zustimmung ist bei Anhängern der Grünen mit 72 Prozent am höchsten, gefolgt von CDU/CSU-Wählenden mit 57 Prozent und SPD-Wählenden mit 53 Prozent. Bei der Partei Die Linke halten sich Zustimmung (38 Prozent) und Ablehnung (40 Prozent) die Waage. Deutlich ablehnend äußern sich die Wähler von AfD (17 Prozent Zustimmung, 75 Prozent Ablehnung) sowie vom BSW (13 Prozent Zustimmung, 76 Prozent Ablehnung).

Zunehmende Bedrohungswahrnehmung durch Extremismus

Nach den aktuellen Umfrageergebnissen fühlen sich 34 Prozent der Bevölkerung stark durch Linksextremismus bedroht; das sind 12 Prozentpunkte mehr als im Juni 2023. Damals waren es 22 Prozent. Gleichzeitig steigt auch die Bedrohungswahrnehmung durch Rechtsextremismus von 30 Prozent im Juni 2023 auf nun 41 Prozent.

Die Angst vor Linksextremismus ist besonders unter AfD-Anhängern (65 Prozent) sowie bei CDU/CSU-Wählenden (42 Prozent) ausgeprägt. Bei Anhängern der SPD (18 Prozent), der Grünen (11 Prozent) und der Linken (11 Prozent) ist diese Sorge deutlich geringer. Umgekehrt fühlen sich 51 Prozent der SPD-Wähler, 70 Prozent der Grünen-Anhänger sowie 67 Prozent der Linke-Wählenden stark durch Rechtsextremismus bedroht. Lediglich 8 Prozent der AfD-Anhänger geben dies an. CDU/CSU-Wählende fühlen sich zu ähnlichen Anteilen von beiden Extremismen bedroht: 47 Prozent sehen bei Rechtsextremismus eine starke Bedrohung.