Politik

Umfrage: So bewerten die Deutschen die Arbeit der Bundesregierung

Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie die Bürger auf die Arbeit der schwarz-roten Koalition blicken. Vertrauen die Menschen der Bundesregierung noch?

Nach einer neuen Umfrage sinkt das Vertauen der Deutschen in die Arbeit der Bundesregierung weiter.
Nach einer neuen Umfrage sinkt das Vertauen der Deutschen in die Arbeit der Bundesregierung weiter.IMAGO/Achille Abboud

Laut einer neuen Umfrage blickt die Bevölkerung zum Jahreswechsel 2025 überwiegend pessimistisch auf die Arbeit der Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz und Vizekanzler Lars Klingbeil. Trotz jüngst angekündigter Reformen wie der Umstellung vom Bürgergeld auf eine neue Grundsicherung sowie einer Reform der Riester-Rente sind die Erwartungen an das Kabinett gering. Das geht aus einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA, die von der BILD in Auftrag gegeben wurde, hervor.

Demnach glauben nur zehn Prozent der Befragten an eine Verbesserung ihrer eigenen finanziellen Situation unter der neuen Regierung – 41 Prozent erwarten keine Veränderung, während 40 Prozent mit einer Verschlechterung rechnen. Neun Prozent machten keine Angaben. Vor allem Wähler von Grünen, Union und SPD neigen dazu, keine Veränderung zu erwarten.

Thema Migration ist für die Menschen sehr wichtig

Auch beim Thema Wirtschaft zeigt sich ein ähnliches Bild: 58,7 Prozent glauben nicht an ein Wachstum in Deutschland unter der aktuellen Regierung – ein Höchstwert seit Beginn der schwarz-roten Koalition. Lediglich ein Viertel der Befragten rechnet mit einer wirtschaftlichen Erholung, während 16 Prozent sich nicht äußern wollten. Innerhalb der eigenen Reihen bleibt die Stimmung stabil: 56 Prozent der Unions-Wähler und 44 Prozent der SPD-Wähler glauben weiterhin an einen Aufschwung.

Besonders deutlich fällt die Skepsis beim Thema Migration aus. 42 Prozent gehen davon aus, dass sich an der aktuellen Situation nichts ändern wird. 31 Prozent befürchten sogar eine Verschlechterung. Lediglich 18 Prozent verbinden mit der Merz-Regierung die Hoffnung auf Verbesserungen, während neun Prozent keine Meinung abgaben. Überdurchschnittlich negativ äußerten sich dabei vor allem Wähler der Parteien BSW und AfD.

Bei der Frage, welche Probleme die Regierung vorrangig angehen sollte, steht Migration mit 31 Prozent der Nennungen auf Platz eins, gefolgt von Wirtschaft (24 Prozent), Sicherheit (15 Prozent), Bildung und Klimaschutz (jeweils elf Prozent).