Mecklenburg-Vorpommern

Aktuelle Umfrage: AfD verdoppelt sich, BSW schafft Einzug in den Landtag

Fast ein halbes Jahr vor der Landtagswahl gibt es ein neues Stimmungsbild der Wähler. Es zeichnet sich ab: Eine Regierungsbildung könnte schwierig werden.

Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig liegt in Umfragen auf Platz zwei.
Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig liegt in Umfragen auf Platz zwei.Moritz Frankenberg/dpa

Die AfD ist einer aktuellen Umfrage zufolge stärkste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern. Wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag des Nordkuriers ergab, käme die Partei auf 34 Prozent der Stimmen, wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl.

So könnte die AfD, die bei der Landtagswahl 2021 noch auf knapp 17 Prozent kam, ihr Ergebnis beinahe verdoppeln. Die nächste Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist am 20. September.

Umfrage: Regierungsbildung in Mecklenburg-Vorpommern schwierig

Damit liegt die Partei deutlich vor dem Zweitplatzierten SPD mit 26 Prozent der Stimmen. Die Sozialdemokraten müssen der Umfrage deutliche Verluste einstecken, 2021 kamen sie noch auf knapp 40 Prozent der Stimmen. Auf Platz drei liegt die CDU, ebenfalls deutlich hinter SPD und AfD, mit 12 Prozent der Stimmen. Die CDU verliert der Umfrage zufolge nur einen Prozentpunkt.

Die Linke käme der Umfrage zufolge auf 12 Prozent der Stimmen, was kaum eine Veränderung zu den Ergebnissen der letzten Landtagswahlen ist. Mit fünf Prozent der Stimmen würden die Grünen knapp den Einzug in den Landtag schaffen. Die FDP, die der Umfrage zufolge knapp drei Prozentpunkte verliert, würde aus dem Landtag fliegen. 

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) würde es der Umfrage zufolge ebenfalls knapp in den Landtag schaffen. Die Partei liegt bei fünf Prozent der Stimmen.

„Die SPD erzielt das beste Umfrageergebnis seit 2023“, so Jan Müller, Politikwissenschaftler an der Universität Rostock gegenüber dem Nordkurier. Die CDU könne ihren Abstand zu SPD und AfD nicht verkleinern – 12 Prozent wären „das historisch schlechteste Ergebnis der Partei in MV“.

Eine Regierungsbildung könnte sich angesichts der aktuellen Umfragewerte schwierig gestalten. Mit dem aktuellen Umfrage-Ergebnis wäre eine Regierungsbildung äußerst schwierig. Die aktuelle rot-rote Koalition aus SPD und Linken könnte mit zusammen nur 36 Prozent nicht weiter allein regieren – allenfalls mit einer etwaigen Duldung der CDU. Entscheidend sei dabei, ob und wie viele kleine Parteien die Fünf-Prozent-Hürde knacken. „Da das BSW und die Grünen derzeit im Parlament wären, benötigt man für parlamentarische Mehrheiten über 46 Prozent“, so Insa-Chef Hermann Binkert.