Im Januar diesen Jahres hatte die linksextremistische Vulkangruppe einen Anschlag in Berlin verübt. In der Folge hatten zeitweise über 50.000 Berliner Haushalte weder Strom noch Heizung. Zu dem Anschlag bekannte sich die linksextremistischen Vulkangruppe. Jetzt prüft die Generalbundesanwaltschaft nach einem exklusiven Bericht von Bild, eine Belohnung von bis zu einer Million Euro für Hinweise zur Ergreifung der Täter auszusetzen.
Bereits letzten Sonntag hatte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums gegenüber Medien gesagt, dass Alexander Dobrindt (CSU) „eine hohe finanzielle Belohnung für Hinweise“ zur Ermittlung der Täter befürworte. Ermittler hatten schon damals eine Belohnung in Millionen-Höhe für relevand gehalten.
Auch bei anderen schweren Verbrechen waren in Deutschland hohe Summen ausgelobt worden. Beispielhaft sind hier das Kopfgeld von einer Million D-Mark für Hinweise zur Ergreifung der RAF und für den Terroristen Anis Amri. Bei ihm waren es 100.000 Euro gewesen.
Die Gruppe wird seit rund 15 Jahren für Brandanschläge auf Infrastruktur in Berlin und Brandenburg verantwortlich gemacht, ohne dass es bislang zu Festnahmen kam.
Ermittlungen bisher ohne Durchbruch
Die Täter bekannten sich wiederholt zu Anschlägen, etwa auf Strom- und Bahnversorgung, entzogen sich jedoch konsequent der Strafverfolgung. Erst nach dem jüngsten Angriff stufte die Politik die Taten als Terrorismus ein. Die Ermittlungen übernahm der Generalbundesanwalt gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt.
Wachsender Druck auf die Szene
Mit der möglichen Rekordbelohnung soll der Ermittlungsdruck erhöht und Informanten aus dem Umfeld der Szene gewonnen werden. Sicherheitsbehörden hoffen, nach Jahren ohne greifbare Spuren nun entscheidende Hinweise zu erhalten.


