US-Präsident Donald Trump hat sich zur Teilnahme der iranischen Fußballnationalmannschaft an der WM 2026 geäußert. Das iranische Team sei bei der Weltmeisterschaft willkommen, „aber ich halte es wirklich nicht für angemessen, dass sie dort ist, um ihres eigenen Lebens und ihrer Sicherheit willen“, schrieb Trump in einem Beitrag auf Truth Social.
Der Beitrag folgte auf die Ankündigung des iranischen Sportministers Ahmad Donyamali vom Vortag, dass der Iran wegen der US-amerikanischen und israelischen Angriffe, bei denen auch der oberste iranische Führer Ali Chamenei getötet wurde, die WM boykottieren werde. Man könne „unter keinen Umständen an der Weltmeisterschaft teilnehmen“, sagte Donyamali laut Reuters im iranischen Staatsfernsehen.
Gruppenspiele sollten in den USA stattfinden
Die WM findet vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in den USA, Kanada und Mexiko statt. Der Iran war in eine Gruppe mit Belgien, Ägypten und Neuseeland gelost worden – alle drei Gruppenspiele sollen in den USA ausgetragen werden. Die iranische Mannschaft hatte die asiatischen Qualifikationsrunden im vergangenen Jahr Reuters zufolge souverän gemeistert, fehlte jedoch als einziges qualifiziertes Team bei einem FIFA-Planungsgipfel vergangene Woche in Atlanta.
Weder der iranische Fußballverband noch der Weltfußballverband FIFA gaben umgehend eine Stellungnahme ab. Gemäß den FIFA-Regularien droht einem Team, das sich spätestens 30 Tage vor dem ersten Spiel zurückzieht, eine Geldstrafe von mindestens 250.000 Schweizer Franken (rund 276.000 Euro), wie Reuters berichtet.
Iranische Fußballspielerinnen beantragen Asyl in Australien
Der Konflikt wirkt sich auch über den Männerfußball hinaus aus: Australien gewährte fünf iranischen Fußballspielerinnen humanitäre Visa, nachdem diese Asyl beantragt hatten. Sie fürchteten demnach Verfolgung, weil sie bei einem Spiel im Asien-Cup der Frauen die iranische Nationalhymne nicht mitgesungen hatten. Trump selbst hatte Australien zuvor aufgefordert, den Spielerinnen Schutz zu gewähren.
Australische Polizeibeamte halfen laut Reuters zwei weiteren Mitgliedern der iranischen Frauen-Delegation, Asyl zu beantragen – eine der Spielerinnen entschied sich jedoch anschließend, in den Iran zurückzukehren.

