Geschenk aus Moskau

Trump hängt Foto mit Putin im Weißen Haus auf

Trump hängt Putin-Foto im Weißen Haus auf. Das Bild zeigt beide beim Alaska-Gipfel in goldenen Rahmen. In der Diplomatie gibt es keinen Fortschritt.

Putin dauerhaft im Weißen Haus: Das obere Bild sorgt gerade für Schlagzeilen.
Putin dauerhaft im Weißen Haus: Das obere Bild sorgt gerade für Schlagzeilen.IMAGO/Pool/ABACA

US-Präsident Donald Trump hat ein gerahmtes Foto von sich und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im Weißen Haus aufgehängt. Das Bild zeigt die beiden Staatschefs bei ihrem Gipfeltreffen im vergangenen August in Alaska und hängt nun im sogenannten Palm Room, der den Westflügel mit der Residenz verbindet, wie US-Medien und russische Medien übereinstimmend berichten.

Das Foto zeigt Trump und Putin nebeneinander vor einem Flugzeug stehend. Direkt darunter befindet sich ein weiteres Bild, das Trump mit seiner sechsjährigen Enkelin Carolina beim Daytona-500-Rennen im Februar zeigt. Beide Fotografien sind in goldenen Rahmen gefasst – Trumps bevorzugter Stil.

Aufnahme seit August 2025 bekannt

Die Aufnahme stammt vom 15. August 2025, als sich die beiden Präsidenten in Anchorage trafen. Es war das erste Gipfeltreffen zwischen einem russischen und einem US-amerikanischen Staatschef seit vier Jahren. Putin hatte Trump das Foto nach dem Treffen persönlich zugeschickt, wie Trump selbst im August im Oval Office erklärte.

„Mir wurde gerade ein Bild von jemandem geschickt, der sehr gerne dabei sein möchte“, sagte Trump damals und zeigte das Foto Reportern. „Er war mir und unserem Land gegenüber sehr respektvoll, aber nicht so respektvoll gegenüber anderen.“

Ein Sprecher der Regierung erklärte gegenüber dem Portal Daily Beast, es sei üblich, Fotos von öffentlichen Terminen des Präsidenten im Weißen Haus aufzuhängen. Auch Bilder mit anderen Staatschefs seien ausgestellt. Die Fotografien würden regelmäßig ausgetauscht und aktualisiert.

Verhandlungen zwischen Russland und Ukraine stagnieren

Das Verhältnis zwischen Trump und Putin gilt als wechselhaft. Im vergangenen Jahr schwankte Trump zwischen Lob für den russischen Präsidenten und scharfer Kritik. Im März 2025 erklärte er gegenüber NBC News, er sei „wütend“ auf Putin wegen der Ukraine-Verhandlungen. Im Mai schrieb er auf Truth Social, Putin sei „völlig verrückt geworden“. Wenige Monate später empfing er ihn jedoch herzlich in Alaska und ließ ihn in der Präsidentenlimousine „The Beast“ mitfahren.

Beide Seiten bezeichneten das Alaska-Treffen als „konstruktiv“, doch Trump räumte ein, dass keine Einigung über die Ukraine erzielt worden sei. Nach dem Gipfel empfing Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und europäische Staatschefs im Weißen Haus und kündigte an, ein direktes Treffen zwischen Putin und Selenskyj zu organisieren.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte jedoch gegenüber NBC News, ein solches Treffen sei nicht geplant. Putin sei erst bereit, Selenskyj zu treffen, wenn eine Gipfel-Agenda vorbereitet sei – und diese sei „überhaupt nicht fertig“. Zudem forderte Lawrow, Moskau müsse bei etwaigen Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach Kriegsende einbezogen werden.

Auf die Frage nach einem russischen Angriff auf die Ukraine, bei dem ein amerikanischer Elektronikhersteller getroffen wurde, sagte Trump: „Ich bin darüber nicht glücklich, und ich bin über nichts glücklich, was mit diesem Krieg zu tun hat.“ Innerhalb von zwei Wochen werde er entscheiden, ob massive Sanktionen, Zölle oder beides gegen Russland verhängt werden – oder ob die USA sich heraushalten.