Kriminalität

Tödlicher Streit in Wedding: Mann stirbt nach Messerstich

Ein Streit in Wedding endet laut Polizei mit einem Messerstich. Ein junger Mann wird tödlich verletzt.

Einsatzkräfte der Polizei riegeln die Reinickendorfer Straße an der Ecke Pankstraße weiträumig ab.
Einsatzkräfte der Polizei riegeln die Reinickendorfer Straße an der Ecke Pankstraße weiträumig ab.Michael Ukas/dpa

Ein Mann ist am Donnerstagabend bei einem Streit in Berlin-Wedding im Bezirk Mitte durch einen Messerstich getötet worden. Die Polizei nahm noch vor Ort eine tatverdächtige Person fest. Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.

Wie ein Polizeisprecher der Berliner Zeitung mitteilte, kam es gegen 20.15 Uhr vor einem Gebäude mit Wohnungen und einer Ladenzeile in der Reinickendorfer Straße zu einer Auseinandersetzung zwischen mindestens zwei Personen. Der Streit endete mit einem Messerstich, an dessen Folgen das Opfer noch am Tatort verstarb.

Im Wedding wurde ein Mann tödlich mit einem Messer verletzt.
Im Wedding wurde ein Mann tödlich mit einem Messer verletzt.Paul Zinken/Berliner Zeitung

Am Donnerstag schildern Anwohner gegenüber der Berliner Zeitung ihre Eindrücke. Eine Frau in einer Gaststätte schüttelt wiederholt den Kopf. „Einfach unfassbar“, sagt sie mit leiser Stimme. Und dann erzählt sie von dem dramatischen Donnerstagabend. „Ein Mann kam rein, blutverschmiert, und forderte mich aufgeregt auf, einen Krankenwagen zu alarmieren“, erzählt die Verkäuferin. Dann habe der Mann von einem Bruder gesprochen, der vor der Ladenzeile „blutüberströmt“ liegen würde.

Immer wieder Messerstechereien in Berlin

Nachdem die Verkäuferin den Notruf gewählt habe, sei sie vor dem Laden getreten. „Da waren viele Leute, eine Frau mit Kind schrie sehr laut.“ Das Opfer habe sie auch gesehen. „Der lag direkt vor dem Laden, zeigte keine Reaktionen“, fasst die Frau das Geschehene zusammen. „Das war fast wie in einem Krimi“, sagt ein Mann im Vorbeigehen. Die Eingangstüre zum Kfz-Laden, der mutmaßliche Tatort, ist von der Polizei versiegelt worden.

Weder das genaue Alter noch die Herkunft des Getöteten oder des Festgenommenen sind bislang bekannt. Auch die Hintergründe der Auseinandersetzung und der genaue Tathergang sind nach Angaben der Polizei noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Spurensicherung am Tatort wurde nach Polizeiangaben erst in den frühen Morgenstunden des Freitags abgeschlossen.

Die Tat reiht sich in eine Serie von Messerangriffen in der Hauptstadt ein. In der vergangenen Woche kam es allein in einer Nacht zu Messerstechereien in Neukölln, Moabit und Friedrichshain. Mehrere Männer gerieten vor Bars und Lokalen in gewalttätige Auseinandersetzungen. Mehrere von ihnen wurden verletzt – einer lebensgefährlich.