Arbeitskampf

Verdi ruft zu bundesweitem Warnstreiktag an Hochschulen und Kliniken auf

Verdi ruft zu bundesweitem Campus-Streiktag auf, während Bahn und GDL ihre Tarifverhandlungen fortsetzen.

Auch heute werden Warnstreiks an Universitätskliniken fortgesetzt.
Auch heute werden Warnstreiks an Universitätskliniken fortgesetzt.Bodo Schackow / dpa

Die Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst der Länder spitzt sich zu. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für Mittwoch zu einem bundesweiten Campus-Warnstreiktag aufgerufen. In mehr als 60 Städten sollen Beschäftigte aus Hochschulen, Studierendenwerken und Forschungseinrichtungen auf die Straße gehen, an über 40 Standorten sind Arbeitsniederlegungen geplant.

Ebenfalls sind in zahlreichen Städten Aktionen des dbb beamtenbund und tarifunion geplant. Mit 1,3 Millionen Mitgliedern ist er eine´der größten Dachorganisationen im Gewerkschaftsbereich dar. Er vertritt vor allem die Interessen von verbeamteten Angestellten bei der Polizei, den Landesdiensten, dem Schulsystem und dem ÖPNV.

Der dbb hat zu Warnstreiks in mehreren Städten aufgerufen. Heute sind Schwerpunktaktionen in Magdeburg und Görlitz geplant. Morgen sollen Warnstreiks in Dresden, Leipzig und Düsseldorf stattfinden. Zentrale Forderung ist die Übernahme der Beschlüsse aus den Verhandlungen mit Ver.di.

Universitätskliniken bereits seit gestern bestreikt

Parallel laufen Warnstreiks an allen 22 Universitätskliniken in Deutschland. Wie ein Verdi-Sprecher in Berlin mitteilte, sei die Notfallversorgung durch Notdienstvereinbarungen gesichert. Am Universitätsklinikum Jena etwa legten rund 300 Pflegekräfte, Labor- und Technikmitarbeiter ganztägig die Arbeit nieder.

Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler kritisierte, die Tarifgemeinschaft deutscher Länder habe auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein verbindliches Angebot vorgelegt. Die abschließende Runde ist für den 11. und 12. Februar angesetzt.

Bahn und GDL verhandeln unter Friedenspflicht

Unterdessen setzen Deutsche Bahn und Lokführergewerkschaft GDL am Mittwoch ihre Tarifgespräche fort. Die GDL fordert acht Prozent mehr Lohn bei zwölf Monaten Laufzeit. Beide Seiten haben eine Friedenspflicht bis Ende Februar vereinbart – Fahrgäste müssen vorerst keine Streiks befürchten.