Nach Kämpfen

Syrien: Armee erklärt kurdische Viertel von Aleppo zum militärischen Sperrgebiet

In der syrischen Großstadt Aleppo kam es in den vergangenen Tagen zu Gefechten zwischen der Armee und kurdischen Kämpfern. Nun verhängt das Militär eine Sperrzone.

Bewohner verließen das kurdische Viertel Aschrafijeh in Aleppo.
Bewohner verließen das kurdische Viertel Aschrafijeh in Aleppo.Bakr ALkasem/AFP

Die syrische Armee hat die kurdischen Stadtviertel der Großstadt Aleppo zum militärischen Sperrgebiet erklärt. Die Stadtteile Scheich Maksud und Aschrafijeh seien ab Mittwoch, 15 Uhr (Ortszeit) eine „militärisch gesperrte Zone“, teilte das Militär laut der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana mit. Dort gelte ab diesem Zeitpunkt eine vollständige Ausgangssperre, hieß es weiter. Kurz darauf berichtet ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP aus der nordsyrischen Stadt von Schüssen seitens der syrischen Armee in den kurdischen Stadtvierteln.

Am Montag und Dienstag war es in Aleppo bereits zu Gefechten zwischen Truppen der Übergangsregierung und kurdischen Kämpfern gekommen. Das syrische Verteidigungsministerium erklärte laut Reuters, die SDF habe ihre „Eskalation“ fortgesetzt, indem sie Armeestellungen und Wohngebiete in Aleppo angegriffen habe. Die SDF wies jede Verantwortung zurück und erklärte, die Opfer seien durch Artillerie- und Raketenfeuer regierungsnaher Gruppen verursacht worden.

Berliner Zeitung

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