Gesellschaft

Kinderrechte-Index 2025: Berlin ist top

Berlin kann es doch noch: Wenn es um die Kinder geht, ist die Hauptstadt ganz vorne mit dabei. Doch es gibt große Unterschiede in Berlins Bezirken.

Im neuen Kinderrechte-Index 2025 des Deutschen Kinderhilfswerks schafft es Berlin in die Spitzengruppe der Bundesländer.
Im neuen Kinderrechte-Index 2025 des Deutschen Kinderhilfswerks schafft es Berlin in die Spitzengruppe der Bundesländer.Hans Scherhaufer/epd

Berlin zählt laut dem aktuellen Kinderrechte-Index 2025 des Deutschen Kinderhilfswerks zu den Bundesländern mit der besten Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention. Gemeinsam mit Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein und Thüringen schneidet die Hauptstadt im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich ab. Der Index bewertet anhand von 101 Indikatoren zentrale Rechte wie Beteiligung, Schutz, Gesundheit, Lebensstandard, Bildung sowie Freizeit und kulturelle Teilhabe.

Ausschlaggebend für die positive Bewertung Berlins sind insbesondere die gute medizinische Versorgung, ein vielfältiges Freizeit- und Kulturangebot sowie die kostenfreie Kindertagesbetreuung. Diese Angebote entlasten viele Familien und bieten jungen Menschen bessere Entwicklungschancen als in vielen anderen Regionen, berichtet das Deutsche Kinderhilfswerk.

Große Unterschiede in Berlins Bezirken

Gleichzeitig zeigt die Studie deutliche soziale Ungleichheiten auf. Viele Kinder in Berlin kennen ihre Rechte nicht ausreichend und fühlen sich weder in der Schule noch in ihrer Freizeit gleichberechtigt beteiligt. Die Umsetzung der Kinderrechte hängt weiterhin stark vom Wohnort ab – auch innerhalb der Stadt. Während Bezirke wie Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf oder Teile von Mitte mit stabileren sozialen Verhältnissen durch ein breiteres Angebot an Freizeit, Kultur und Sport punkten, stehen Kinder in armutsgefährdeten Bezirken wie Neukölln, Gesundbrunnen oder Marzahn-Hellersdorf vor größeren Herausforderungen. Dort fehlt es häufiger an gut ausgestatteten Kitas, an Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche sowie an ausreichenden Angeboten im Freizeit- und Kulturbereich.