Berlin

Berliner Kitas übernehmen Azubis nicht: Das steckt dahinter

In Berlin gibt es zu wenig Kinder, die eine Kita besuchen. Tagesstätten können ihre Azubis zum Teil nicht mehr übernehmen.

Viele Kitas in Berlin können ihre Azubis nicht übernehmen.
Viele Kitas in Berlin können ihre Azubis nicht übernehmen.Jens Kalaene/dpa

Die Hauptstadt war in den letzten Jahren für ihre hohe Geburtenrate bekannt – die Suche nach einem Kitaplatz wurde für viele Eltern zur Herausforderung. Doch mittlerweile hat sich das Blatt gewendet: Nun suchen die Kitas händeringend nach Kindern.

Inzwischen ist die Lage so angespannt, dass einige Einrichtungen ihre eigenen Auszubildenden nicht mehr übernehmen können. Denn ohne ausreichend belegte Plätze fehlt das Geld für Personal. Wie der RBB berichtet, waren im Januar 1348 Kitaplätze weniger belegt als noch vor zwei Jahren. Besonders stark war der Rückgang in Friedrichshain-Kreuzberg (minus 10,1 Prozent), gefolgt von Pankow (minus 7 Prozent) und Mitte (minus 5,4 Prozent).

Einnahmen decken Kosten nicht mehr

Die Folgen des Rückgangs sind gravierend: Erste kleinere Kinderläden mussten bereits schließen. „Die Einnahmen waren aufgrund des Belegungsrückgangs bereits 2024 nicht mehr kostendeckend. Dieses Phänomen setzt sich auch in diesem Jahr fort“, erklärt eine Sprecherin von Kindergärten City.

Die Übernahme der eigenen Auszubildenden muss derzeit aus Rücklagen finanziert werden. Von knapp 60 Auszubildenden der landeseigenen Kindergärten City konnte nur etwa ein Drittel übernommen werden. Hauptgründe für die finanzielle Schieflage vieler Kitas sind der anhaltende Geburtenrückgang und die gestiegenen Mietkosten.