Wieder Blackout

Wieder Strom weg in Berlin: Nikolassee und Marienfelde von Ausfällen betroffen

Erneut Stromausfall in Berlin-Nikolassee: 1300 Haushalte in der Nacht ohne Strom. Versorgung nach Stunden wiederhergestellt. Fehler in Mittelspannungskabel als Ursache.

Polizeifahrzeug fährt während eines Stromausfalls durch die Beskidenstraße in Nikolassee.
Polizeifahrzeug fährt während eines Stromausfalls durch die Beskidenstraße in Nikolassee.Christoph Soeder

Am Samstagabend kam es in Berlin-Nikolassee zu einem Stromausfall, der rund 1.300 Haushalte betraf. Bereits am Nachmittag war es zu einer weiteren Störung in Marienfelde gekommen. Die Versorgung konnte in beiden Fällen innerhalb weniger Stunden wiederhergestellt werden.

Rund drei Monate nach einem schweren Blackout im Berliner Südwesten sorgte ein erneuter Stromausfall am Samstag für Unruhe bei den Betroffenen. Der Netzbetreiber Stromnetz Berlin meldete um 22 Uhr eine Störung im Bereich Nikolassee (Steglitz-Zehlendorf). Betroffen waren unter anderem die Straßen Kirchweg, Schopenhauerstraße, Von-Luck-Straße, Waldrebensteig und Wasgenstraße.

Wie ein Sprecher des Netzbetreibers mitteilte, waren insgesamt 1314 Haushalte ohne Strom. Es habe sich um einen Fehler in einem Mittelspannungskabel gehandelt.

Polizei verstärkte Präsenz

Die Stromversorgung konnte jedoch noch am Abend größtenteils wiederhergestellt werden. Erste Haushalte hatten bereits um 22.40 Uhr wieder Strom, gegen 23.35 Uhr waren alle betroffenen Wohnungen und Häuser wieder ans Netz angeschlossen. Die Polizei verstärkte während der Störung ihre Präsenz in dem Gebiet, um das Sicherheitsgefühl der Anwohner zu stärken.

Am Samstagnachmittag hatte es bereits einen Stromausfall in Marienfelde (Tempelhof-Schöneberg) gegeben. Dieser betraf ebenfalls mehrere Haushalte und dauerte rund zwei Stunden.

Erinnerung an früheren Großausfall

Die neuen Störungen wecken Erinnerungen an den schwerwiegenden Blackout Anfang Januar 2026. Nach einem mutmaßlich von Linksextremisten verursachten Brandanschlag auf eine Kabelbrücke in Lichterfelde waren rund 45.000 Haushalte und über 2.000 Betriebe tagelang ohne Strom und Heizung. Damals herrschten eisige Temperaturen und Schnee, was die Situation für die betroffenen Anwohner zusätzlich verschärfte. Die Reparaturen des Netzes dauern teilweise bis heute an, wodurch die Region weiterhin störanfällig ist.

Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass der Stromausfall vom Samstag durch eine Sabotage oder einen weiteren Anschlag verursacht wurde. Experten vermuten eine technische Störung oder Überlastung als wahrscheinliche Ursache.

Die wiederholten Ausfälle rücken die Energieversorgung in Berlin erneut in den Fokus. Der Netzbetreiber betonte, dass man mit einem 24-Stunden-Störungsmanagement stets bemüht sei, solche Vorfälle schnellstmöglich zu beheben.