Iran-Krieg

Iranische Revolutionsgarde macht Angebot für freie Passage durch Straße von Hormus

Bestimmten arabischen und europäischen Ländern wollen die Iranischen Revolutionsgarden eine freie Passage durch die strategische Meerenge ermöglichen. Was sie dafür tun müssen.

Der US-Flugzeugträger USS Abraham Lincoln (l), der britische Luftabwehrzerstörer HMS Defender und der US-Lenkwaffenzerstörer USS Farragut passieren die internationale Meerenge Straße von Hormus.
Der US-Flugzeugträger USS Abraham Lincoln (l), der britische Luftabwehrzerstörer HMS Defender und der US-Lenkwaffenzerstörer USS Farragut passieren die internationale Meerenge Straße von Hormus.Zachary Pearson/AP

Irans Revolutionsgarden (IRGC) haben arabischen und europäischen Staaten freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus in Aussicht gestellt – unter einer Bedingung: Die betreffenden Länder müssen zuvor die Botschafter der USA und Israels ausweisen. Das berichtete der iranische Staatssender IRIB am Dienstag.

Laut der Erklärung sollen jene Staaten, die ihre diplomatischen Beziehungen zu Washington und Israel kappen, das „volle Recht und die Freiheit“ erhalten, die strategische Meerenge zu passieren. Durch die Wasserstraße zwischen Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten beziehungsweise Oman fließen rund 20 Prozent des weltweit auf dem Seeweg transportierten Öls.

Satellitenaufnahme zeigt die Straße von Hormus, die den Golf von Oman (l) mit dem Persischen Golf (r) verbindet.
Satellitenaufnahme zeigt die Straße von Hormus, die den Golf von Oman (l) mit dem Persischen Golf (r) verbindet.Nasa

Die Ankündigung gilt als Versuch Teherans, im laufenden militärischen Konflikt mit den USA und Israel diplomatische Unterstützung in der Region und in Europa zu gewinnen. Die Spannungen hatten sich verschärft, nachdem US-Präsident Donald Trump Militäroperationen gegen iranische Ziele angeordnet hatte, um Irans Raketen- und Drohnenkapazitäten zu zerstören.

Trump droht Teheran vor Öl-Blockade

Der Ölpreis stieg infolge der Störungen im Seeverkehr durch die Meerenge zwischenzeitlich auf über 100 Dollar pro Barrel. Trump drohte Iran am Montag mit einem „viel härteren“ Angriff, sollte Teheran versuchen, die globale Ölversorgung zu blockieren. „Ich werde nicht zulassen, dass ein Terrorregime die Welt als Geisel hält“, sagte Trump bei einer Pressekonferenz in Florida.

Gleichzeitig stellte er ein baldiges Kriegsende in Aussicht, die USA seien bei ihren Militärschlägen dem ursprünglich angedachten Zeitplan weit voraus.

Zugleich kündigte der US-Präsident an, bestimmte Ölsanktionen vorübergehend auszusetzen, um die Preise zu stabilisieren. „Wir werden diese Sanktionen aufheben, bis sich die Lage beruhigt hat“, erklärte er nach Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.