Migrationshintergrund

Statistisches Bundesamt: Jeder vierte Mensch in Deutschland hat eine Einwanderungsgeschichte

Mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Vor allem jüngere Altersgruppen prägen das Bild.

Mehr als ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland hat ausländische Wurzeln.
Mehr als ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland hat ausländische Wurzeln.IMAGO/Michael Bihlmayer

Rund 21,8 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Einwanderungsgeschichte. Das entspricht etwa jedem vierten Einwohner, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Besonders auffällig ist dabei die Verteilung über die Altersgruppen: In der jüngeren Bevölkerung liegt der Anteil deutlich höher als bei älteren Menschen.

So hatte im vergangenen Jahr in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen mehr als jeder Dritte einen Migrationshintergrund. Bei den über 65-Jährigen lag der entsprechende Anteil mit 14 Prozent hingegen weit darunter. Die Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen damit, dass die Bevölkerung mit Einwanderungsgeschichte im Vergleich zur Gesamtbevölkerung vergleichsweise jung ist.

Die Daten verdeutlichen einen demografischen Wandel, der sich über Jahrzehnte vollzogen hat: Während ältere Generationen noch überwiegend ohne Migrationsbezug aufgewachsen sind, ist Einwanderung für jüngere Altersgruppen längst ein prägender Teil der gesellschaftlichen Realität. Der Unterschied von mehr als 20 Prozentpunkten zwischen der jüngsten und der ältesten erfassten Altersgruppe unterstreicht, wie stark sich die Zusammensetzung der Bevölkerung je nach Generation unterscheidet.