Ukraine-Krieg

Selenskyj über Friedensverhandlungen: Lieber kein Abkommen als ein schlechter Deal

Selenskyj will den Krieg nach eigenen Aussagen so schnell wie möglich beenden. Aber ein Abkommen will er nicht zu jedem Preis akzeptieren, erklärte er in einem Interview.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj
Der ukrainische Präsident Wolodymyr SelenskyjMichael Kappeler/dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich über die Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg geäußert. Dabei wolle er lieber gar kein Abkommen akzeptieren, als sein Volk zu einem schlechten zu zwingen, sagte er in einem Interview mit dem amerikanischen Magazin The Atlantic. „Wir wollen den Krieg so schnell wie möglich beenden“, sagte Selenskyj. Er betonte jedoch, dass dies nicht dasselbe sei, wie ein überstürztes Abkommen um jeden Preis abzuschließen.

Die laufenden Verhandlungen gestalten sich demnach schwierig. Russland rücke bislang nicht von seinen territorialen Forderungen ab, während auf amerikanischer Seite die Geduld schwinde. In Kiew wächst dem Bericht zufolge nach Angaben aus Selenskyjs Umfeld die Sorge, dass sich das Zeitfenster für eine Einigung schließt und der Krieg sich über Jahre fortsetzen könnte.

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar