Kriminalität

Sabotage an Schiffen der Bundeswehrmarine: Zwei Männer festgenommen

Zwei Männer werden beschuldigt, Schiffe der Marine sabotiert zu haben. Was bisher bekannt ist.

Zwei Männer sollen Korvetten der Bundeswehrmarine sabotiert haben.
Zwei Männer sollen Korvetten der Bundeswehrmarine sabotiert haben.Philip Dulian/dpa

Die Polizei hat zwei Männer festgenommen, die versucht haben sollen, Schiffe der deutschen Marine in Hamburg beschädigt zu haben. Die Vorwürfe richten sich gegen einen rumänischen und einen griechischen Staatsbürger. Ausschlaggebend für die vollstreckten Haftbefehle sei eine versuchte Sabotagehandlung an der Korvette „Köln“ gewesen, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. 

Die Arbeiter sollen am Hamburger Hafen versucht haben, Korvetten der Bundesmarine zu sabotieren. Die Verdächtigen seien in Hamburg sowie in einem Dorf in Griechenland festgenommen worden.

Sabotage an Schiffen der Bundeswehr: Durchsuchungen in mehreren Ländern

Ermittler durchsuchten Wohnungen der Beschuldigten in Hamburg, Rumänien und Griechenland. Die Beschuldigten sollen vergangenes Jahr während ihrer Tätigkeit im Hamburger Hafen mehrere für die Marine bestimmte Schiffe manipuliert haben.

Laut Generalstaatsanwaltschaft hätten die Taten zu erheblichen Schäden an den Schiffen oder zu deren verspätetem Auslaufen führen können. Die Beschuldigten sollen, teils allein, teils gemeinschaftlich handelnd, über 20 Kilogramm Strahlkies in den Motorblock eines der Schiffe eingebracht, Frischwasserzuleitungen zerstochen, Tankdeckel von Treibstofftanks entfernt und Sicherungsschalter der Schiffselektronik deaktiviert haben. Dies hätte zu erheblichen Schäden an den Schiffen führen können.

Im Zuge der Ermittlungen soll auch die Frage nach möglichen Auftraggebern geprüft werden. Es gilt die Unschuldsvermutung. (mit dpa)