Krieg in der Ukraine

Russischer Einsatz von Oreschnik-Rakete: Lettland will Sitzung des UN-Sicherheitsrats

Russland hat zum zweiten Mal die Mittelstrecke Oreschnik auf die Ukraine abgefeuert. Als Reaktion will das Nachbarland Lettland dazu im UN-Sicherheitsrat beraten.

Lettland will eine außerordentliche Sitzung des UN-Sicherheitsrats beantragen.
Lettland will eine außerordentliche Sitzung des UN-Sicherheitsrats beantragen.Yuki Iwamura/dpa

Lettlands Regierung will auf den russischen Einsatz von Mittelstreckenraketen reagieren. Zu diesem Zweck kündigte Außenministerin Baiba Braze auf der Plattform X an, eine außerordentliche Sitzung des UN-Sicherheitsrats beantragen zu wollen. Das Land hat erst am 1. Januar erstmals einen befristeten Sitz als nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat übernommen.

Russland hatte am Donnerstagabend eine schwere ballistische Rakete auf die Westukraine geschossen. Dabei handelte es sich nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums um die Mittelstreckenrakete Oreschnik – zum zweiten Mal seit Kriegsbeginn 2022 kam sie nun zum Einsatz. Man habe „strategische Ziele“ in der Ukraine angegriffen.

Das Verteidigungsministerium teilte weiter mit, der Angriff sei „als Reaktion auf den Terroranschlag des Kiewer Regimes“ auf eine Residenz von Russlands Präsident Wladimir Putin Ende Dezember erfolgt. Die Ukraine hatte den Vorwurf dieses Angriffs zuvor als „Lüge“ zurückgewiesen.

Die deutsche Bundesregierung verurteilte den Einsatz der Oreschnik-Rakete. „Während die Ukraine, die USA und Europa sich in den vergangenen Tagen und Wochen sehr intensiv für einen Frieden in der Ukraine einsetzen, hat Russland die Mittelstreckenrakete Oreschnik gegen die Ukraine eingesetzt“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer.

Mit ihrem Angriff auf zivile ukrainische Energieinfrastruktur habe Russland den Konflikt „nochmals eskaliert“. Es handele sich um „symbolische Drohgebärden“, um weiter Angst zu verbreiten. „Russland eskaliert hier unprovoziert weiter“, sagte Meyer. (mit AFP und dpa)