Lettlands Regierung will auf den russischen Einsatz von Mittelstreckenraketen reagieren. Zu diesem Zweck kündigte Außenministerin Baiba Braze auf der Plattform X an, eine außerordentliche Sitzung des UN-Sicherheitsrats beantragen zu wollen. Das Land hat erst am 1. Januar erstmals einen befristeten Sitz als nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat übernommen.
Latvia will request an extraordinary meeting of the @UN 🇺🇳 Security Council in response to Russia’s barbaric attack against Ukraine, including using an intermediate range ballistic missile close to the EU and NATO border. https://t.co/OMAyIlUekJ
— Baiba Braže (@Braze_Baiba) January 9, 2026
Russland hatte am Donnerstagabend eine schwere ballistische Rakete auf die Westukraine geschossen. Dabei handelte es sich nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums um die Mittelstreckenrakete Oreschnik – zum zweiten Mal seit Kriegsbeginn 2022 kam sie nun zum Einsatz. Man habe „strategische Ziele“ in der Ukraine angegriffen.
Das Verteidigungsministerium teilte weiter mit, der Angriff sei „als Reaktion auf den Terroranschlag des Kiewer Regimes“ auf eine Residenz von Russlands Präsident Wladimir Putin Ende Dezember erfolgt. Die Ukraine hatte den Vorwurf dieses Angriffs zuvor als „Lüge“ zurückgewiesen.

