Revo Hospitality Group

Zehn Hotels in Berlin betroffen: Hotelriese meldet Insolvenz an

Die Revo Hospitality Group hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen betreibt 125 Hotels in Deutschland und Österreich. Diese Berliner Häuser sind betroffen.

Das H2 und H4 Hotel am Alexanderplatz gehören zur Revo Hospitality Group.
Das H2 und H4 Hotel am Alexanderplatz gehören zur Revo Hospitality Group.Schöning/IMAGO

Die Hotelgruppe Revo Hospitality Group, einer der größten Hotelbetreiber Europas, hat Insolvenz angemeldet. Wie das Handelsblatt berichtete, reichte die Gruppe am Freitag für rund 140 ihrer Gesellschaften Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Charlottenburg ein.

Darunter sind 125 Hotels mit etwa 5500 Mitarbeitern in Deutschland und Österreich betroffen, die aber weitergeführt werden sollen, wie das Unternehmen weiter mitteilte.

Berliner Unternehmer führt Revo Hospitality Group

Die Gesellschaft ist im Besitz des Berliner Unternehmers Ruslan Husry, der das Unternehmen 2008 mit einem Hotel in Leipzig gründete.

Zu der Gruppe gehören zehn Hotels in Berlin: Das Pullman Berlin Schweizerhof, das H+ Hotel in Mitte, das H2 Hotel am Alexanderplatz, das H4 Hotel am Alexanderplatz, das HYPERION Hotel, das Mercure Hotel Berlin City West, das Townhouse Berlin a Vagabond Club, das Vienna House by Wyndham Andel's Berlin, das Vienna House Easy by Wyndham Berlin Potsdamer Platz und das Vienna House Easy by Wyndham Berlin Prenzlauer Berg. Insgesamt betreibt die Hotelgruppe 250 Hotels in 135 Städten in zwölf europäischen Ländern. Der operative Betieb soll weiter laufen.

Nach Angaben der Unternehmensdaten-Plattform North Data soll der Konzern seit 2014 keine Gewinne mehr erzielt haben.

Zu den Gründen schreibt die Revo Hospitality Group in einer Pressemitteilung: : „Mit der Wirtschaftskrise gerieten davon 140 Gesellschaften inklusive der Verwaltungs- und Holdinggesellschaft in Schwierigkeiten. Insbesondere die gestiegenen Lohnkosten und die starke Anhebung der Mindestlöhne, aber auch erhöhte Kosten für Mieten, Energie und Lebensmittel belasten das Geschäft.“