Auch 35 Jahre nach der Wiedervereinigung ist das Gehaltsgefälle zwischen Ost- und Westdeutschland ein präsentes Thema. Umso überraschender sind die aktuellen Erkenntnisse des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Frauen in den neuen Bundesländern beziehen deutlich höhere Renten als Frauen im Westen der Republik.
In den westdeutschen Bundesländern liegt die durchschnittliche Rente einer Frau unter 1000 Euro. Im Vergleich dazu erhält keine Frau im Osten weniger als 1100 Euro. Im Durchschnitt bekommt eine ostdeutsche Frau 1218 Euro, das sind 357 Euro mehr als ihre westdeutsche Kollegin.
Spitzenreiterinnen sind die Frauen aus Potsdam: Sie konnten sich 2023 über eine durchschnittliche Monatsrente von 1314 Euro freuen. Das ist fast doppelt so viel wie im rheinland-pfälzischen Eifelkreis Bitburg-Prüm, wo Frauen im Schnitt lediglich 668 Euro erhalten.
Hohe Ostrenten ein Erbe aus DDR-Zeiten
Die vergleichsweise hohen Renten in Ostdeutschland lassen sich vor allem auf die Erwerbstätigkeit von Frauen in der DDR zurückführen. Viele Frauen gingen beispielsweise nach der Geburt ihrer Kinder schnell wieder arbeiten, was sich nun positiv auf ihre Rentenansprüche auswirkt. Ein Blick auf die Renten von Männern zeigt ein anderes Bild: Hier bestehen kaum noch Unterschiede.


